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Bär Bruno ist tot
26. Juni 2006
Im Morgengrauen des 26. Juni erschießt ein namentlich nicht bekannter Jäger den Bären Bruno auf der Kümpflalm bei Bayrischzell. Damit endet das wochenlange Ringen um den “Problembären”, dessen offizieller Name JJ1 lautet. Der aus einem Naturpark in den italienischen Alpen stammende Bär war am 20. Mai erstmals in Deutschland nachgewiesen worden und hatte in den folgenden Wochen das bayerisch-österreichische Grenzgebiet durchwandert. Dabei hatte er immer wieder Nutztiere gerissen und Bienenstöcke aufgebrochen, das bayrische Umweltministerium spricht von allein 31 getöteten Schafen.
Obwohl Bruno sich in keinem Fall Menschen gefährlich genähert hatte, erteilt der bayerische Umweltminister am 3. Juni die erste Abschussgenehmigung, die nach vielfältigen Protesten wieder zurückgezogen wird. Stattdessen versuchen finnische Experten, den Bären lebend zu fangen, damit er in ein Gehege gebracht werden kann. Nach drei Wochen werden die Fangversuche abgebrochen und die Abschussverfügung erneuert. Drei Tage später wird in Bayern erstmals seit 151 Jahren wieder ein Bär erlegt, Umweltschutzorganisationen protestieren gegen Brunos Tötung. Der Kadaver wird präpariert und ist seit dem März 2008 im Museum Mensch und Natur in München zu sehen.
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