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Berlin bejubelt Barack Obama
24. Juli 2008
In Berlin, wo sich amerikanische Präsidenten mit Sätzen wie “Ich bin ein Berliner” (John F. Kennedy) oder “Mr. Gorbatchev, tear down this wall” (Ronald Reagan) verewigt haben, spricht erstmals ein US-Präsidentschaftskandidat zu den Massen. Allerdings nicht, wie ursprünglich gewünscht, vor dem Brandenburger Tor, sondern an der Siegessäule – Bundeskanzlerin Merkel hatte den demokratischen Kandidaten wohl nicht allzu sehr vor seinem republikanischen Konkurrenten John McCain bevorzugen wollen.
200.000 Menschen strömen in den Tiergarten. Obama erinnert an die Luftbrücke als eine Stunde der Bewährung von Amerikanern und Deutschen, an den Mauerfall als einen Meilenstein der Globalisierung. Die Herausforderungen in der vereinten Welt müsse man gemeinsam meistern, sei es der Klimawandel, die Armut oder der Terrorismus. Gerade die Sicherheit müssten auch die Deutschen sich etwas Kosten lassen, etwa in Afghanistan.
Die Rede ist der Höhepunkt einer Wahlkampfreise, die Barack Obama von Afghanistan, Irak, Jordanien über Israel nach Berlin, Paris und London führt. So will er die US-Wähler überzeugen, dass er auch auf dem Gebiet der Außenpolitik dem erfahreneren John McCain in nichts nachsteht. Und ganz nebenbei überzeugt er auch die Deutschen: sieben von acht würden Obama wählen.
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