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Charta der Heimatvertriebenen

6. August 1950

Am fünften Jahrestag des Potsdamer Abkommens versammeln sich 150.000 Vertriebene vor der Ruine des Stuttgarter Schlosses. Ein namentlich nicht genannter junger Vertriebener verliest die „Charta der Heimatvertriebenen“, die in den vorangegangenen Monaten von Vertretern der Vertriebenenverbände erarbeitet worden ist. Diese nimmt das „von Gott geschenkte Grundrecht auf die Heimat“ für die vertriebenen Deutschen in Anspruch, ohne Aussagen zu den angestrebten Grenzen zu machen.

Rache und Vergeltung werden ausdrücklich ausgeschlossen, der Aufbau eines friedlichen Europas wird zum Ziel der Vertriebenen erklärt. Die Charta fordert eine gerechte Verteilung der Kriegslasten und die Integration der Vertriebenen in den Arbeitsmarkt. Für die Bundesregierung spricht Marshall-Plan-Minister Franz Blücher (FDP) und verspricht einen schnellen Lastenausgleich.

Zur heutigen Debatte um Flucht, Vertreibung und Versöhnung informiert das Dossier „Geschichte und Erinnerung“ der Bundeszentrale für politische Bildung

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Kommentare

Dörfler Horst:

3. März 2009 19:35

Bin Jahrgang 1940 und sind 1946 mit meinen Bruder ,Schwester,und Mutter
Über Eger ,Schirndig nach Nürnberg ausgesiedlt worden.

Sara schmidt:

4. März 2009 10:56

Ich finde, die ganze Sendung stellt sich aus Sicht der Westdeutschen dar – von Wessis für Wessis. Man kriegt den Eindruck, im Osten bestand das Leben nur aus Propaganda und Flucht gen Westen. Wieviele Ostdeutsche sitzen in Ihrer Redaktion?
Man muss aufpassen, dass man nicht etwas draufschreibt, was nicht drin ist: nämlich ein gesamtdeutsches Bild. Und dazu gehören auch Heimatgefühle gegenüber der ehemaligen DDR. Das heißt ja nicht, dass man das schlechte verschleiern muss.

Judith Rhode:

4. März 2009 12:14

Das Team, das 60xDeutschland zusammengestellt hat, setzt sich etwa zur Hälfte aus Ost- und Westdeutschen zusammen.

Freundliche Grüße,
Judith Rhode, 60xDeutschland Projektredaktion

Sven:

4. März 2009 14:35

Schade, das 60xD so spät liegt – die 15 Minuten wären an einem früheren Sendeplatz besser aufgehoben. Da frage ich, wo der öffentlich-rechtliche Sendeauftrag bleibt, wenn im Ersten Dokus in Nischenplätze verdrängt werden.

Die Behauptung „von Wessis für Wessis“ ist Quatsch! Nach gerade einmal zwei Folgen ist so eine Kritik substanzlos. Es wird gezeigt, wie es in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Sport aussah – da braucht man nichts schönsenden. Und die peinlichen Propaganda-Filmchen aus der Giftküche des DDR-Rundfunks gehören nun einmal dazu – Kartoffelkafer als US-Agenten zerstörten Ernte, was habe ich gelacht. Na ja, für das heimelige DDR-Gemüt wird ja vielleicht noch so eine feuchtfröhliche Betriebsfeier in einer der nächsten Folgen (Jahre) gezeigt – da lache ich jetzt schon.

60xDeutschland ist eine nette kurzweilige Serie – sehr schön.

Inge Birke:

4. März 2009 17:57

Als fast 79-Jährige bin gespannt auf die kommenden leider zu kurzen Folgen, die mein Leben begleiten: 1946 Vertreibungsschicksal – Sudetenland/Bitterfeld – in unvorstellbare Not. 1949 abenteuerlicher Grenzübertritt nach Bayern und nach sehr schwerem Anfang rückblickend der beste Entschluss meines Lebens. Meine Eltern, bodenständige alte Bauersleute, waren trotz oft unerträglicher Lebensumstände diesem einst verrußten Bitterfeld treu geblieben. Die DDR erlebte ich durch viele Besuche bei meinen Eltern, den erstaunlichen Wandel danach verfolge ich durch die regelmäßigen Besuche an den Gräbern meiner Eltern, und nicht nur da. So kann ich mir ein Urteil über Vorher – Nachher – bilden. Liebe Landsleute in Nord und Süd, bitte besuchen Sie die jeweils anderen Bundesländer mit ihren Städten, und Sie werden vergleichend oft Ihr blaues Wunder erleben, vor allem im wunderschönen Mitteldeutschland! Doch zunächst freuen wir uns gemeinsam darauf, wie es weitergehen wird.

hannes vogt:

4. März 2009 20:56

an die macher von „60 jahre deutschland“
es ist eine beeindrückende sendung.viele bilder kommen wieder vor meine augen.
ich werde 2010 80 jahre und habe noch vieles imgedächtnis.sie machen für
diese arbeit einen guten job,jede der kommenden termine erwarte ich
mit großer spannung.
vielen dank an alle die mitwirken.
hannes vogt.

Klaus Liefke:

5. März 2009 12:37

Guten Tag.
Ich finde, daß die Sendungen einfach zu spät kommen.
Naja man kann sie auch aufnehmen und morgens ansehen.

Nun zum Thema:
Ich, Jahrgang 1941 bin aus Pommern vertrieben worden und kam nach einer langen Irrfahrt in einem kleinen Dorf im Oderbruch an.
Mein Vater mit uns 4 Geschwistern (meine Mutter ist auf der Flucht an Thyphus gestorben, ich war 4 Jahre alt.)
Mein Vater hat mit uns als Neubauer wieder einen Anfang gemacht.
Aber weil es uns nach kurzer Zeit wieder besser ging, kamen die ersten politischen Anfeindungen.
Mein Vater war in der CDU, war stellvertretender Bürgermeister, hat denen,die ihr Soll nicht erfüllen konnten geholfen, in dem er ihnen z. B. Kartoffeln oder Getreide gab.
Die Bespitzelungen wurden immer schlimmer. Mein Vater wurde 3 mal inhaftiert, nach 48 Stunden wieder frei gelassen, unser Hof wurde durch Spitzel beobachtet,ob wir in den Westen fliehen, es war furchtbar.
Mein Vater hat immer gesagt: Ich habe eine reine Weste mir kann keiner etwas nachsagen. Freunde von meinen Vater haben immer gesagt Wi… hau ab, geh in den Westen.

Ich war 6 Jahre alt . Die Erinnerunen lassen mich auch heute nicht los.
Ich habe heute noch Alpträume, wie mein Vater zum wiederholten mal nachts abgeholt wird.
Er wollte nicht in die LPG eintreten. Er hat gesagt,: Diejenigen, die ihr Ackerland nicht alleine bestellen können, sollen eintreten; aber die, die ihr Land bewirtschaften können , sollen sie lassen.
Das Ende kam für meinen Vater am 17. Juli 1953 im Gefängnis in Frankfurt/Oder.
Er wurde dort GESTORBEN.

Er wurde im April 1993 vom Bezirgsgericht Frankfurt /Oder rehabilitiert.
Das war das einzige, was wir noch für unseren Vater tun konnten.

Wir 4 Geschwister, (ich bin der Jüngste) haben noch einen Grabstein gestellt und sind am 6. Dezember 1953 nach West-Berlin gegangen.

Wir haben hier im Westen noch einal von vorne angefangen.

Wenn auch immer solche Sendungen, wie diese gezeigt werden, ich bin dabei.
Es muß gezeigt werden, damit diese schreckliche Zeit nicht vergessen wird.

Gerd:

5. März 2009 17:06

Großes Kompliment für die Sendung – vorausgesetzt, die nächsten Folgen stehen auf dem selben Niveau wie die ersten. Es tut gut, auf die Ereignisse zurück zu blicken, die man damals hautnah miterlebt hat.
Dass Kritik aus den Reihen der ehem. DDR-Bewohnern kommt, war zu erwarten. Mir wäre es auch peinlich, daran erinnert zu werden, mit welch freudig strahlenden Gesichtern wir damals Fähnchen schwenkend an unseren volksdemokratischen Staatsoberhäuptern vorbeijubelten. Aber etwas anderes als solche Bilder und ihre lächerlichen Propagandareden ist halt nicht in den Archiven der DDR zu finden.

Joas:

6. März 2009 14:19

Hallo,

nicht alle Ostdeutsche sind mit Begeisterung der Führung und Propaganda hinterhergerannt. Auch wenn natürlich eine große Anzahl Menschen zu sehen war, waren sicherlich nicht alle mit dem „Herzen“ dabei. Auch in der DDR sahen einige den Untergang kommen.

Gruß joas

Klaus Hölkeskamp:

6. März 2009 17:35

Diese Sendung ist sehr wertvoll, leider ist der Sendetermin zu spät. Wenn man
diese Berichte für Jahre im Internet lassen würde, könnte man wie in einem
Lexikon jederzeit nachsehen.

Stephan Backert:

7. März 2009 15:28

Guten Tag.
Erst einmal Gratulation zu dieser kompakten und gut gemachten Geschichtssendung. Der späte Sendetermin ist sicher nicht optimal.
@Gerd: Diese Politiker waren wenigstens unverbraucht und nicht durch eine Nazi-Vergangenheit belastet, wie bei so vielen im Westen. Ich bin übrigens 1974 geboren und halte Staatswesen jeder Art grundsätzlich für bedenklich, weil sie IMMER die Freiheit der Menschen und des Denkens einschränken.

wolfram.leytz:

7. März 2009 15:56

Alle FS-Sendungen, Hörfunk-Features, Audios, Bilder etc. bleiben für mindestens fünf Jahre online.

Freundliche Grüße,
Wolfram Leyz, 60xDeutschland Projektredaktion

Peter Ludwig:

9. März 2009 13:06

Dass die wirtschaftliche Entwicklung so verlief, hat wohl auch mit dem Marshallplan zu tun,wo Millionen in die spätere BRD gepumpt wurden, während der andere Teil die Reparationen für Gesamtdeutschland gegenüber der UdSSR aufbringen musste. Diesen Hinweis hätte man doch geben können.

Gerd:

10. März 2009 00:01

@Stephan Backert
Mir ist schleierhaft, wie die Nazis aus „Großdeutschland“ nach dem Krieg wie von Zauberhand aus dem Gebiet der späteren DDR verschwanden und alle nur diesseits des Eisernen Vorhangs versammelt waren.

„Grundsätzliche“ Bedenken gegen jedes Staatswesen halte ich wiederum für bedenklich. Anarchie?
Es war wohl ein Unterschied, ob man in der BRD oder in der DDR gelebt hat. Mir, (Jahrgang 36), hat niemand meine (West-) Reise- und Redefreiheit eingeschränkt.

Stephan Backert:

10. März 2009 23:13

@Gerd: damit sprechen Sie eine Frage an, die auch mich immer wieder bewegt hat und noch bewegt. Ich bin da völlig Ihrer Meinung, und kann mir auch nicht vorstellen, das es in der damaligen SBZ auf einmal keine Nazi´s mehr gegeben hat. Diese Frage konnte mir schon zu DDR-Zeiten niemand beantworten. Aber in der absoluten Führungsebene (Politbüro, ZK, Ministerrat) gab es sicher keine davon, die werden sicher eher im Bereich Staatssekretäre, Abteilungsleiter etc. zu suchen sein, was die Sache aber nicht besser macht.

Stephan Backert:

10. März 2009 23:20

@Gerd: Mit meinen grundsätzlichen Bedenken meine ich, das man sich immer eine gewisse Distanz zu gesellschaftlichen Systemen behalten sollte – nicht aus opportunistischen Gründen, sondern um einfach gewisse Dinge mit unverstelltem Blick wahrnehmen zu können. Und ein bißchen Anarchie und weniger Konsens-Gelaber würde dieser Gesellschaft auch ganz gut tun.

Und WO jemand gelebt hat, kann man nicht nur allein bestimmen. Wie hätten Sie den gelebt, wenn Sie im Osten gelebt hätten? Ich glaube, das ist eine Frage, die auch Sie nicht zu hundert Prozent beantworten können.
http://www.karel74.beepworld.de

Potsblits:

14. Juli 2009 10:55

Sie schreiben, dass die Charta der Heimatvertriebenen „das ‚von Gott geschenkte Grundrecht auf Heimat‘ für die vertriebenen Deutschen in Anspruch nehmen würde. In der Charta heißt es aber ausdrücklich „Recht auf die (!) Heimat“. Also keine Heimat irgendwo, sondern ihre konkrete Heimat aus der sie vertrieben wurden. Das Völkerrecht und die allgemeinen Menschenrechte garantieren ihnen das Recht auf ebendiese Heimat. So haben es die Vertriebenenverbände immer verstanden. Das steht nicht im Widerspruch zum Verzicht auf Rache…

(Vgl. http://potsdamer-konferenz.de/versoehnung/charta_heimatvertriebene.php)

W.Leytz:

16. Juli 2009 17:44

Das „die“ ist nachgetragen. Grüße W.L. Projektredaktion 60xD

kmt:

9. Juni 2010 10:48

Gibt es einen Nachweis, dass erst im Nachhinein aus dem „Recht auf Heimat“ ein „Recht auf die Heimat“ wurde? Zu welchem Zeitpunkt war das der Fall?

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