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Sandoz-Chemieunfall vergiftet den Rhein
1. November 1986
Nur wenige Monate nach der Reaktor-Katastrophe in Tschernobyl kommt es zu einem Umweltskandal – diesmal in der Schweiz. Bei einem Brand in der Chemischen Fabrik Sandoz nahe Basel gelangen mit dem Löschwasser 20 Tonnen hochgiftige Insektenvernichtungsmittel und andere Schadstoffe in den Rhein. Bis in die Niederlande wird die Trinkwasserentnahme aus dem Fluss eingestellt. Im vergifteten Wasser sterben Aale und andere Fische auf einer Länge von 450 Kilometern. Für die schockierte Bevölkerung wird der schon lange vernachlässigte Rhein zu einem Symbol der Umweltverschmutzung. Alle Anrainerstaaten einigen sich auf umfassende Sanierungs- und Schutzmaßnahmen. Zwanzig Jahre nach der Katastrophe gilt der Fluss wieder als sauber – sogar Lachse haben sich wieder angesiedelt. Die waren im Rhein hundert Jahren zuvor ausgestorben.
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