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Liebhaber großer Autos vereint – DaimlerChrysler entsteht
19. September 1998
Angekündigt von Dailmer-Vorstand Jürgen Schrempp als “Hochzeit im Himmel“ wird aus der Verbindung unerwartet schnell eine Scheidung auf Raten: die Fusion der Daimler-Benz AG mit der Chrysler Corporation. Das neue Unternehmen entsteht durch einen Aktientausch der Anteile beider Unternehmen in neue Anteile für das fusionierte Unternehmen. Die Autobauer wollen einen Konzern zu schaffen, bei dem sich die Marktanteile in verschiedenen Regionen weltweit, die Produkte in unterschiedlichen Preis- und Nutzklassen und die Produktionsstandorte ergänzen.
Doch schon 2006 fressen die Verluste der amerikanischen Chrysler-Autobauer die Gewinne bei Daimler auf. Nur ein Jahr später kauft der Finanzinvestor Cerberus 80 Prozent der Chrysler-Anteile von DaimlerChrysler. Und schon wenig später verschwindet auch Chrysler wieder aus dem Namen.
Bei einer Berechnung der Anteilswerte der Daimler-Benz-Aktien 1998 und dem Verkaufswert der Chrysler-Anteile 2007 ergibt sich nach den Berechnungen verschiedener Institute ein Verlust von mehreren Milliarden Euro. Damit kommt es nach nur neun Jahren “Ehe” zu einer Gütertrennung mit hohen Abschreibungen. Zwischen Fusion und Trennung liegen mehrere Sanierungsprogramme mit dem Verlust von Arbeitsplätzen in vier- und fünfstelliger Höhe.
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