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Der Elysée-Vertrag wird unterzeichnet
22. Januar 1963
Bundeskanzler Konrad Adenauer und Frankreichs Regierungschef Charles de Gaulle unterschreiben im Pariser Elysée-Palast den gleichnamigen Vertrag zur deutsch-französischen Zusammenarbeit. Im letzten Jahr seiner Amtszeit als Bundeskanzler setzt der 87-Jährige Adenauer damit einen Höhepunkt seines großen Projekts der Westbindung. Die zunehmend stärkere Partnerschaft mit dem einstigen “Erbfeind” Frankreich soll auch das Gewicht Westeuropas gegenüber dem amerikanischen Verbündeten vergrößern. Denn das geteilte Deutschland war im beginnenden Kalten Krieg allmählich aus dem Fokus der USA gerückt. Darin sah Adenauer eine Gefahr: Er vermutete, Amerika könne den europäischen Status quo – und damit die deutsche Teilung – anerkennen, um eine Annäherung an die Sowjetunion zu erreichen.
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