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Der Wald stirbt
24. Dezember 1980
Das Waldsterben rückt in den Blickpunkt der Medien. Es handelt sich um ein deutlich sichtbares Phänomen, das die Deutschen – anders als deren Nachbarnationen – gründlich erschreckt. Der ökologische Vordenker und Grünen-Mitbegründer Herbert Gruhl hat es bereits 1971, noch als CDU-Abgeordneter, in einer Bundestagsrede thematisiert. Mit dem Erstarken der Umweltbewegung findet es auch auf die Titelblätter der großen Magazine. “Über allen Gipfeln ist Gift” schreibt der “Stern” 1981 und beim “Spiegel” heißt es: “Saurer Regen über Deutschland – der Wald stirbt”.
Obwohl die Ursachen der neuartigen Waldschäden nicht eindeutig auszumachen sind, werden verschiedene Schutzmaßnahmen umgesetzt. Filter in Fabriken, Katalysatoren und bleifreies Benzin reduzieren den Ausstoß von Schadstoffen, die für das Waldsterben verantwortlich gemacht werden. Möglicherweise aus diesem Grund erfüllen sich die apokalyptischen Vorhersagen mancher Umweltforscher nicht. Der Waldzustandsbericht – bei seiner Einführung im Jahr 1984 noch Waldschadensbericht genannt – registriert nach Jahrzehnten keine gravierende Verschlechterung. Eine deutliche Erholung wird aber ebensowenig verzeichnet.
Wie steht es um den Wald? – Mehr zum Thema bei der Bundeszentrale für politische Bildung
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