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Die Bahn fährt ICE
29. Mai 1991
Mit einer Sternfahrt von fünf ICE-Zügen beginnt in Deutschland eine neue Ära des Schienenverkehrs. Von Stuttgart, München, Bonn, Wiesbaden und Hamburg machen sich die “Intercity Express”-Züge mit den Namen “Baden-Württemberg”, “Bayern”, “Bonn”, “Hessen” und “Niedersachsen” auf den Weg in den neu eingeweihten Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe. Dort eröffnet Bundespräsident Richard von Weizsäcker den Hochgeschwindigkeitsverkehr.
Mit dem Express-Nachfolger des Intercity macht die Bahn dem französischen TGV Konkurrenz und schließt zum Flugverkehr auf, was Geschwindigkeit und Komfort betrifft. Mit 250 Stundenkilometern brausen die eleganten weißen Züge auf der Hauptstrecke zwischen München und Hamburg hin und her. Nach Klagen von Anwohnern und Fahrgästen werden sie sogar mit Unterdruck-Toiletten nachgerüstet – wie im Flugzeug. Die Innovationen haben ihren Preis: Ein ICE-Zuschlag wird fällig. Die Züge zahlen sich aber auch aus: Das Fahrgastvolumen der Bahn steigt über die nächsten Jahre stetig an.
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