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Die Castor-Transporte starten

25. April 1995

Es ist der teuerste Mülltransporter der Bundesrepublik: der Castor. “Cask for Storage and Transport of Radioactive Material” (Behälter für Lagerung und Transport von radioaktivem Material) werden die sicherheitsgetesteten Stahlbehälter für den Transport verbrauchter Brennstäbe in atomare Zwischen- oder Endlager genannt. Doch nicht der Behälter selbst ist das teuerste, sondern die Sicherung des Transports an der Strecke, denn Atomkraftgegner blockieren Gleise und Straßen. Oft geht es nur im Schritttempo voran, denn die Atomkraftgegner sind gut organisiert – und sie bleiben es auf Jahre.

Der erste Transport fährt von Philippsburg in Baden ins Zwischenlager Gorleben. Die Eisenbahnwaggons und die Castor-Behälter gelten als sicher, doch geht es bei dem Protest nicht nur um den Transport selbst. Ein funktionierendes Zwischen- oder Endlager wäre das Ende in der nuklearen Produktionskette und damit ein Argument für den Fortbestand der Atomkraft. Außerdem begründen die Atomkraftgegner ihren Protest damit, dass Gorleben sich nicht – wie vorgesehen – als Endlager eignet.


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Kommentare

Holger Voss:

6. Mai 2009 14:59

Für mich ist die Vorgehensweise der Regierung gegen die AKW-Gegner – die sich in der Härte des Vorgehens jahrelang immer wieder steigerte – damals zum Symbol des Kampfes der Regierung für die Interessen einer Wirtschaftlobby und gegen die eigene Bevölkerung geworden. Hubschraubereinsätze, Schikanen, Gewalt und Einschüchterungen durch die Polizei, die teilweise bürgerkriegsähnliche Formen annahmen, waren auch bei gewaltfreien Aktionen der Demonstranten an der Tagesordnung. (Auch von der Polizei wussten wir, dass viele dies nicht mittragen und sich verheizt sahen, sich krankschreiben ließen oder vorsichtig waren. Aber es gab eben leider auch immer genug von der Sorte, die hier “ihre Pflicht” gerne taten und dreinprügelten – Menschen sind verschieden.)
Für mich war das ein Lehrstück in Demokratie: Es ist wichtig und richtig, sich gewaltfrei für seine Rechte und auch gegen die einseitigen Interessen Mächtiger einzusetzen. Auf lange Sicht wird die Repression nicht siegen. Es muss politische Lösungen geben. Auch wenn der “Atomkonsens” windelweich ist und viel zu viel Bestandsgarantie für die AKW enthält, so werden heute doch erneuerbare Energien gefördert – ihnen gehört jetzt die Zukunft – und es ist heute möglich, seinen Stromanbieter frei zu wählen und so mit den Füßen und dem Portmonee abzustimmen, wenn man diese riskante Technologie nicht will. Demokratie lebt von unten – und braucht da mutige Menschen!

Karl Napf:

8. Mai 2009 16:44

Wenn man im Zug sitzt und nicht weiterkommt, weil sich Demonstranten an die Schienen ketten, ist das Nötigung und Freiheitsberaubung und damit nicht gewaltfrei.

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