Bild
Um die Videos ansehen zu können, brauchen Sie das Flash-Plugin ab der Version 9,
das Sie hier kostenlos herunterladen:
Flash-Player Download
Die DDR wird “sozialistische Nation”
7. Oktober 1974
Mit dem üblichen Tamtam lässt die DDR-Führung den 25. Geburtstag des ostdeutschen Staates feiern. Zu diesem Anlass werden aus der DDR-Verfassung sämtliche Erwähnungen der deutschen Nation gestrichen. Staats- und Parteichef Erich Honecker bezeichnet sein Land als “sozialistische Nation” und meint damit einen Staat mit eigener Staatszugehörigkeit, deren Bürger zugleich “deutscher Nationalität”, also Volkszugehörigkeit seien. Mit dieser schwer nachvollziehbaren Unterscheidung will die SED-Führung ihre Abgrenzung zur Bundesrepublik unterstreichen.
Das erscheint umso notwendiger, als der innderdeutsche Warenverkehr zollfrei abgewickelt wird und zumindest in dieser Hinsicht keine Staatsgrenze zwischen Ost und West existiert. Diese Regelung ist jedoch für die DDR wirtschaftlich viel zu attraktiv, um sie aus politischen Gründen in Frage zu stellen: Zwar sind viele der obligatorischen wirtschaftlichen Erfolgsmeldungen nicht aus der Luft gegriffen – die nun 25 Jahre alte DDR ist das wohlhabendste Land des Ostblocks. Doch die Kluft zur einzig gültigen Vergleichsgröße Westdeutschland bleibt unübersehbar.
Die Geschichte der DDR – Nachzulesen bei der Bundeszentrale für politische Bildung.
Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion freigeschaltet.
Wir bitten um Verständnis.
Die Kommentarrichtlinien im Detail.















Kommentare