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Die Mauer steht – die Westalliierten bleiben still

19. August 1961

In den Tagen nach dem Mauerbau verfliegt die Hoffnung vieler Deutscher, die Westmächte würden auf den Vier-Mächte-Status Berlins und damit auf der allgemeinen Bewegungsfreiheit zwischen allen vier Sektoren bestehen. Berlins Regierender Bürgermeister Willy Brandt versucht in einem Brief, US-Präsident John F. Kennedy von der Notwendigkeit einer starken Reaktion zu überzeugen, doch Kennedy winkt ab. Zu einem Mitarbeiter sagt er, die ostdeutsche Vorgehensweise sei „keine sehr schöne Lösung, aber tausendmal besser als Krieg“.

Der US-Präsident betrachtet den Mauerbau als den Abschluss der seit 1958 schwelenden Berlin-Krise. Immerhin lässt er sich überzeugen, Vizepräsident Lyndon B. Johnson und den General Lucius D. Clay nach Berlin zu entsenden, die dort am 19. August begeistert empfangen werden. Was die erleichterten West-Berliner nicht wissen: Kennedy hatte sich dagegen verwahrt, dass Bundeskanzler Adenauer seine Abgesandten nach Berlin begleitete. Seine Botschaft an den tief enttäuschten Bundeskanzler ist unmissverständlich: Die geteilte Stadt bleibt Angelegenheit der Alliierten.

So bleibt Adenauer nichts anderes übrig, als erst zehn Tage nach dem Mauerbau in Berlin zu erscheinen – im Gefühl vieler Deutscher viel zu spät. Unterdessen hatte Kennedy General Clay, der 13 Jahre zuvor die Luftbrücke organisiert hatte, zu seinem Sondergesandten in Berlin ernannt. Clay und Johnson begrüßen gemeinsam mit Willy Brandt eine amerikanische Militärkolonne, die von Westdeutschland durch die DDR nach Westberlin gerollt war. Erst 1963 sollte Kennedy persönlich nach Berlin kommen und sagen: „Ich bin ein Berliner“.

Ansprache von Lyndon B. Johnson im RIAS und andere historische Dokumente auf www.chronik-der-mauer.de

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