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Die Mauer teilt Berlin

13. August 1961

Am Sonntagmorgen, den 13. August, trauen die Berliner ihren Augen nicht: Stacheldraht und bewaffnete Soldaten trennen die Westsektoren vom Ostsektor. Seit Mitternacht ist der öffentliche Nahverkehr unterbrochen. Weder hatte man ernsthaft mit einer Absperrung der Sektorengrenzen und der West-Berliner Stadtgrenze gerechnet, noch war irgendetwas von den entsprechenden Planungen Ost-Berlins durchgesickert.

Laut einem Beschluss des Politbüros der SED dient die von der Stasi so genannte “Aktion Rose” der “Unterbindung der von Westdeutschland und West-Berlin aus organisierten Kopfjägerei und des Menschenhandels”. Der wahre Grund für den Mauerbau ist die massive Fluchtbewegung aus der DDR in Richtung Westen. Die Vollendung der deutschen Teilung soll dem SED-Regime endlich zur Festigung seiner Macht verhelfen: Ohne die Möglichkeit der Flucht in den Westen kann der bereits 1952 verkündete “Aufbau des Sozialismus” endlich ungehemmt umgesetzt werden.

In den ersten Monaten ihres Bestehens sind die insgesamt 155 Kilometer lange Berliner Mauer und die innerdeutsche Grenze noch nicht die undurchlässigen Sperranlagen, zu dem sie im Laufe der Jahrzehnte ausgebaut werden. Bis zum Ende des Jahres 1961 gelingt immerhin noch 8500 Menschen die Flucht. Doch wird klar, dass das Überwinden der Sperren von nun an ein tödliches Risiko bedeutet: Am 24. August wird Günter Litfin beim Durchschwimmen des Humboldthafens erschossen. Er ist der erste von mindestens 100 Toten an der Berliner Mauer.

Ausführliche Chronik des Mauerbaus mit historischen Dokumenten auf www.chronik-der-mauer.de

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Kommentare

oscar:

19. März 2009 03:31

Ich war zu diesem Zeitpunkt des Mauerbaues noch nicht in Berlin, habe mich aber auch u.a. aus diesem Anlass hierher gezogen gefühlt. Konkret bin ich, seit genau dem 25.02.1962 in Berlin, und fühle hier sehr wohl. Aber ich fühle mich als vom Schicksal gekrönt, hier sein zu dürfen, um erleben zu dürfen, dass dieses einmalige historische Ereignis sich vor meinen Augen abgespielt hat. Meine Mutter die eine überzeugte SPD-Angehörige war, wäre über den politischen Erfolg, der dann sehr aktiven Tätigkeit von Willy Brandt sehr stolz gewesen.

Michael:

23. März 2009 12:28

Dieses Ereignis bewegt mich sehr. In der Woche vor dem 13.Aug war ich (1,5 Jahre)bei meinen Großeltern in Potsdam, weil meine Eltern arbeiteten. Meine Mutter bestand darauf mich am Wochenende mit nach Kreuzberg zu nehmen. Gerne sollte ich am Sonntag abend wieder zu Ihr gebracht werden. So geschehen und dann am Morgen des 13.August waren dann meine Großeltern für lange Zeit nicht erreichbar. Später trafen wir uns dann immer auf dem Alexanderplatz, Oma hatte immer eine weite Reise, Opa arbeite meistens(einmal um Berlin herum) um uns zu sehen.
Erst kurz von dem Tode meiner Großeltern war ein direkter Besuch in Potsdam möglich. Ich meine es war Ende der 70er. Das mir erzählte Ereignis des 12.Aug.61 wiegt für mich sehr schwer, so dass andere Daten leicht in den Hintegrund geraten.

Klaus Liefke:

24. März 2009 15:53

Am 13.August 1961war ich bei der Bundeswehr.
Hatte Bereitschaft.
Ich bin im Kino gewesen, als der Alarm kam.
Mußte sofort in die Kaserne.
Aufgrud des Mauerbaus, wurde meine Dienstzeit von 12 auf 18 Monate erhöht.
Gott sei Dank, sind alle zur Besinnung gekommen.

helga hauke:

29. März 2009 11:45

der 13.august 1961 hat mein gesamtes leben geprägt. ich befand mich an diesem tag mit meinem damaligen verlobten an der ostsee, meine eltern in berlin-ost. sie nutzen die möglichkeit einer flucht an diesem tag, indem sie über den teltow kanal nach berlin west geschwommen sind. als ich am 15.august nach berlin kam, war diese möglichkeit leider verschlossen. die anschließende zeit war für mich der reinste horrer, es kam einer sippenhaftung gleich. eins meiner vielen, vielen erlebnisse war, daß ich einen zettel an die wohnungstür heften mußte mit dem hinweis “tochter ist in der wohnung verblieben”. warum? wohnungen von “republikflüchtigen” wurden durch sogenannte rollkomandos aufgebrochen und leergeräumt.
am 21.10.1961 habe ich dann geheiratet und mich mit meinen eltern an der grenze verabredet – es war u.a. einer der ersten tage, an denen man nur noch 200m entfernt an die grenze durfte. wir kamen nicht weit und wurden von den grenzern mit hunden weggejagt.
es vergingen die jahre, unsere kinder wurden geboren, treffen mit meinen eltern in bulgarien, ungarn und der tschechei (natürlich heimlich) und dann begannen ende der 70ziger jahre erneute schikanen – mein mann sollte unterschreiben jeglichen kontakt zu der “westverwandtschaft” abzubrechen, er tat es nicht und so waren ihm bestimmte lektüren für seine arbeit als entwicklungsingenieur für die glasfasertechnik nicht mehr zugänglich. einige zeit später wurde unserer tochter die berufsausbildung mit abitur verweigert, auch wegen der westverwandtschaft und zu gleicher zeit mußte sich mein vater beim grenzübertritt mehrmals vollkommen entblößen, ich möchte mir details hieru ersparen. das führte dazu, daß ich mit meiner familie 1981 einen ausreisenatrag gestellt habe und wir am 30.03.1984 ausreisen durften nach berlin- west – d.h. der tag jährt sich morgen, es sind 25 jahre. der weg war beschwerlich, wir haben unsere arbeit sofort verloren, lebten immer in der angst, daß der antrag nicht genehmigt und, und, und … die angst war ja auch nicht unbegründet nach einsicht in unsere stasiakte.
wir haben diesen schritt niemals bereut und er hat uns und unseren kindern möglichkeiten eröffnet, die wir in der ehemaligen ddr nicht hatten, aufgrund unserer verwandtschaft – ich spreche nicht von geld und reisen, sondern von bildungschancen.
soviel zu dem thema – wie der 13.august 1961 mein leben veränderte … die menschen sollten nicht so leicht vergessen …

Bob Masen:

10. August 2009 15:23

Es ist echt traurig, wenn man das liest!
Auch wenn man es sich kaum vorstellen kann….

Und noch trauriger: Heute bauen se in Palästina die “gleiche Mauer”…

harry02:

25. Dezember 2009 12:49

Die Toten an jeder Grenze sind bedauerlich, doch wo Licht ist, muß auch Schatten sein.
Jeder der die DDR “unerlaubt” verlassen wollte, sollte sich des Risikos dabei zu Schaden zu kommen, bewußt gewesen sein. -!!- Es geht hier nur um den Grenzübertritt und nicht um die Politik, oder Rechte drumherum -!!- Wer es dennoch versucht hat, auf eigene Gefahr. Auf keinen Fall sollte irgendwelchen Grenzsoldaten die Schuld gegeben werden, das waren Befehlsempfänger und nicht mehr. Wie in jeder Armee halt.

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