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Ein Kanzler kniet nieder

7. Dezember 1970

Anlässlich der Unterzeichnung des Warschauer Vertrages reist Bundeskanzler Willy Brandt in die polnische Hauptstadt. Der Vertrag legt fest, dass die Oder-Neiße-Linie “die westliche Staatsgrenze der Volksrepublik Polen” bildet. Beide Seiten verzichten auf Gebietsansprüche und Gewaltanwendung, die Normalisierung der Beziehungen wird vereinbart. Weniger der Vertrag macht den Besuch zu einem historischen Ereignis als der “Kniefall von Warschau”. Vor dem Denkmal für die Toten des Warschauer Ghettos verharrt Brandt nach der Kranzniederlegung für einige Sekunden auf den Knien.

Das Bild des knienden Kanzlers geht um die Welt. Dem “Spiegel” sagt er: “Ich habe im Namen unseres Volkes Abbitte leisten wollen für ein millionenfaches Verbrechen, das im mißbrauchten deutschen Namen verübt wurde. Dies gehört mit dazu, wenn wir einen neuen Anfang setzen und eine Wiederholung der Schrecken der Vergangenheit ausschließen wollen.” Nicht alle Deutschen stehen hinter der Geste: 48 Prozent finden sie übertrieben.

Lesen Sie mehr über das deutsch – polnische Verhältnis bei der Bundeszentrale für politische Bildung.

Deutsche-und-polen.de  – Ein bilderreicher Streifzug durch 1000 Jahre wechselvoller deutsch-polnischer Nachbarschaft. Ein Projekt des Rundfunk Berlin Brandenburg.

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Kommentare

Anonymus:

20. April 2009 17:03

Ein unglaublich bewegendes Ereignis – auch wenn ich es noch nicht miterleben konnte. Ich glaube es gibt nur wenige Menschen die unsere Welt bewegen konnten, aber Willy Brandt hat in dieser Situation, die Situation wo er als “Deutscher” vor den Polen & der Welt niederkniete, unsere Welt verändert. Und nur, weil er das Protokoll verlassen hat und seine wahre Empfindung gezeigt hat: Es währe schön, wenn unsere Politker auch mal wieder so menschlich regieren würden…

kai besserer:

21. April 2009 23:45

Willy Brandt hatte den Mut, die Scham und das Entsetzen, die durch die kollektive Schuld auf uns Deutschen lasten jenseits großer Worte durch eine einfache Geste der Demut vor aller Welt zum Ausdruck zu bringen. Das hat seither keiner so vermocht.

jean kempfer:

30. April 2009 23:13

Willy Brandt fur mich ein Held ok ,und ein Politiker mit Kopf und Herz.

Mila Kokot:

6. Juni 2009 20:47

Ein unvergesslicher Moment, dieser Mann empfand so viel Schuld an der Vergangenheit, obwohl er den größten Tadel gegenüber des Nazi-Regimes besaß. Kein anderer hätte sich den Friedensnobelpreis mehr verdient als er.

Kalle:

9. Juni 2009 10:23

jedesmal wenn ich den Kniefall sehe, habe ich Tränen in den Augen.
Der Friedensnobelpreis für Willy ist nur gerecht für den grossen Politiker.

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