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Ein unerwartet großer Knall
1. März 1954
Beim Test einer amerikanischen Wasserstoffbombe auf dem pazifischen Bikini-Atoll erreicht die Explosion eine Stärke von 15 Megatonnen TNT. Das ist unerwartet viel, denn Experten hatten mit einer Sprengwirkung von nur vier bis acht Megatonnen gerechnet. In dem oberirdisch zur Denonation gebrachten Sprengsatz kommt es jedoch zu unvorhergesehenen Reaktionen, die die Wirkung vervielfachen. Nur acht Minuten nach der Explosion steht ein 16,5 Kilometer hoher Atompilz am Himmel. Der radioaktive Staub wird durch Höhenwinde über eine riesige Fläche verteilt.
Auf der 200 Kilometer entfernten Insel Rongerik schädigt die Strahlung Menschen, die Bikini wegen der Atomtests verlassen hatten müssen. Insgesamt sind auf den umliegenden Atollen 292 Menschen betroffen, mehrere Inseln müssen evakuiert werden. Die 23-köpfige Besatzung des Fischerbootes “Daigo Fukuryu Maru” – “Glücklicher Drache Nr. 5″ erleidet Verbrennungen, ein Seemann stirbt Monate nach dem Test.
Der Atombombentest beschäftigt auch die Menschen in Deutschland, wo die Wiederbewaffnung diskutiert wird. In Tokio erinnert heute eine Gedenkstätte, in der die Daigo Fukuryu Maru ausgestellt ist, an die Ereignisse.
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