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Eine Plattenbausiedlung wird zur Stadt
12. Mai 1967
In Rekordzeit wächst ein Neubaugebiet der DDR zu einer eigenen Stadt heran. Halle-West, jenseits des alten Stadtkerns und von diesem nur durch die Saale getrennt, erhält den Namen “Halle-Neustadt”. Die Siedlung in Plattenbauweise – dem modernsten und ökonomischsten Bauverfahren – soll 100.000 Menschen Wohnraum geben. Chefarchitekt ist Bauhaus-Schüler Richard Paulick, der bereits die Ost-Berliner Stalinallee mitgestaltet hatte. Die hochgeschossigen Häuser lassen viel Raum für Grün, innen erfreuen sie die Mieter mit ungewohntem Komfort. Bis zur Wiedervereinigung sind die Wohnungen begehrt. Viele der Mieter sind in den nahen Chemiewerken Leuna und Buna beschäftigt. Nach der Wiedervereinigung herrschen Leerstand, Abrissbirne und Rückbau. Seit 1990 ist Halle-Neustadt wieder nur ein Stadtteil.
21. März 2010 23:38
Gibt es denn noch mehr Filmmaterial von Neustadt aus der Gründerzeit?????
25. März 2010 16:39
Bestimmt. Was nicht in früheren Zeiten weggeworfen wurde ( und das machten Fernsehjournalisten in Ost und West noch nie gerne), findet sich im Deutschen Rundfunkarchiv. Kleiner Überblick über die Bestände des DDR-Rundfunks:
http://www.dra.de/bestaende/ddr/index.html
W.Leytz Projekredaktion 60xD
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