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Fürs Elternsein gibt es mehr Geld
1. Januar 2007
Das neue Elterngeld hilft jungen Familien bei den finanziellen Belastungen und soll die Entscheidung für ein Kind erleichtern. Statt des bisherigen Erziehungsgelds erhält nun ein Elternteil zwölf Monate lang bis zu zwei Drittel des bisherigen Nettoeinkommens. Das soll die finanziellen Einbußen kompensieren, die Kindersegen in immer mehr Doppelverdiener-Haushalten bedeutet.
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und die Große Koalition folgen damit dem familienfreundlichen und erfolgreichen skandinavischen Vorbild und reagieren auf gesellschaftliche und demographische Trends. Das Elterngeld wird von Anfang an gut angenommen. Im ersten Halbjahr nehmen es sogar 8,5 Prozent der Väter in Anspruch – die meisten allerdings nur für die zwei Monate, die man es länger beziehen kann, wenn beide Elternteile sich die Förderungszeit teilen. Trotzdem: Die Tendenz zu väterlicher Kleinkindbetreuung steigt. Im zweiten Halbjahr wird auch die Geburtenrate signifikant höher, so dass der Haushalt des Familienministeriums aufgestockt werden muss. Für manche ist das ein weiterer Beweis für die Wirksamkeit der politischen Maßnahme.
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