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Erstmals Smogalarm in Deutschland
17. Januar 1979
Über dem Ruhrgebiet und am Niederrhein hängt eine Glocke aus Abgasen: Smogalarm. Die Bevölkerung wird über den Radiosender des WDR auf Deutsch, Türkisch, Spanisch, Griechisch und Jugoslawisch aufgefordert, das Auto stehen zu lassen. Kranke sollen zu Hause bleiben. Doch die Betroffenen reagieren gelassen auf die erhöhten Schwefeldioxid-Werte und gehen ungerührt ihren Alltagsbeschäftigungen nach. In den folgenden Jahren werden mehrfach die Alarmstufen 2 und 3 erreicht, die mit einem Fahrverbot einhergehen.
Die häufigen Warnungen im Westen sind auch auf ein erhöhtes umweltpolitisches Bewusstsein zurückzuführen. Sie werden von Maßnahmen begleitet, die zu einer spürbaren Reduzierung schwefelhaltiger Abgase führen. In der DDR wird trotz deutlich schlechterer Luft erstmals zehn Jahre später, am 1. Dezember 1989, Smogalarm ausgerufen.
Mehr zum Thema Luftverschmutzung im Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung
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