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Es bleibt dabei: Schloss statt Palast
19. Januar 2006
In einer namentlichen Abstimmung sprechen sich 431 Bundestagsabgeordnete endgültig für den Abriss des Palasts der Republik aus. Nur 120 stimmen für die Anträge der Grünen und der Linkspartei, den Palast (vorerst) stehen zu lassen und die bestehenden Planungen zu überarbeiten. Damit bestätigt das Bundesparlament seine im Juli 2002 getroffene Entscheidung, das Gebäude abzureißen und an derselben Stelle das Humboldt-Forum zu errichten, dessen Fassaden denen des 1950 abgerissenen Hohenzollernschlosses gleichen sollen.
Seit 2003 war der durch eine Asbestsanierung zum Rohbau reduzierte Palast für Kulturveranstaltungen genutzt worden. Für die soll der Palast nach dem Willen nicht weniger Berliner auch weiterhin zur Verfügung stehen. Umfragen ergeben zudem, dass 60 Prozent der Ostdeutschen gegen den Palast-Abriss sind. Doch alle Proteste sind vergebens: Wenige Wochen nach der Bundestagsabstimmung beginnt der Abriss, im Dezember 2008 ist er - später als geplant - abgeschlossen.
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