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Offener Osten: Die EU bekommt neue Mitglieder
1. Mai 2004
Es ist die größte Erweiterung der Europäischen Union seit ihrer Gründung – und es ist eine echte Kraftanstrengung für alle neuen und alten Mitgliedsländer. Zu den bislang 15 Staaten kommen nun zehn Länder, überwiegend aus dem Osten: Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, die Slowakische Republik, Slowenien, die Tschechische Republik, Ungarn und Zypern werden EU-Mitglieder. Die Aufnahme der Staaten beendet die Spaltung Europas nach dem Zweiten Weltkrieg endgültig und führt alte Staatenverbindungen und Nachbarschaften, die vor dem Zweiten Weltkrieg bestanden hatten, wieder zusammen. Voraussetzungen für den Beitritt waren dabei strenge wirtschaftliche Vorgaben, wie etwa eine stabile und funktionierende Markwirtschaft und demokratisches Staatssystem.
Während in den Beitrittsländern überwiegend Zustimmung, meist gar Begeisterung herrscht, sorgen die neuen Mitgliedsländer auch für Ängste in den bisherigen Unionsstaaten. Dabei geht es meist um Billigkonkurrenz, also osteuropäische Arbeitnehmer mit geringeren Lohnforderungen, Produzenten mit geringeren Fixkosten, Standorte mit geringeren Umweltauflagen und Kosten sowie um weniger staatliche Auflagen für gewerbliche und industrielle Neuansiedlungen und Verlagerungen. Viele der Sorgen jedoch erweisen sich schnell als unbegründet und die Vorteile des nun freien Handels und Austauschs überwiegen.
Mehr im Europa-Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung
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