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Gastarbeiter Nummer 1.000.000
10. September 1964
“Die deutschen Arbeitgeber-Verbände begrüßen den 1.000.000. Gastarbeiter”. So verkündet es das Transparent am Bahnhof Köln-Deutz, unter dem Armando Sa Rodrigues empfangen wird. Die Honoratioren aus Wirtschaftsverbänden und Botschaften überreichen dem überraschten 38-jährigen Zimmermann aus Portugal ein Moped nebst Blumenstrauß und Urkunde. Eine Kapelle spielt “Wem Gott will rechte Gunst erweisen” und “Auf in den Kampf, Torero”.
Das deutsche Wirtschaftswunder war schon seit den fünfziger Jahren auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen, die vor allem in Italien, Spanien, Portugal, Griechenland und der Türkei angeworben werden. Armando Sa Rodrigues arbeitet jahrelang in Stuttgart und Blaubeuren. Gesundheitlich stark angeschlagen kehrt er schließlich in sein Heimatland zurück, wo er 1979 an Krebs stirbt.
Mehr zum Thema bei der Bundeszentrale für politische Bildung
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