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Gefrorene Kohle lässt Lichter ausgehen
1. Januar 1979
Ein plötzlicher Wetterumschwung zur Jahreswende trifft Ostdeutschland besonders hart. Schon vor Neujahr war die Temperatur um bis zu 20 Grad gefallen. Zusätzlich machen heftige Schneefälle viele Straßen unpassierbar. In den Tagebauten wird die Braunkohle wegen ihres hohen Wasseranteils eisenhart, Bagger frieren ein, Schienen können nicht mehr befahren werden. Die Energieversorgung bricht zusammen, weil sie einseitig auf Braunkohle ausgerichtet ist. Das führt in der gesamten DDR zu Stromausfällen.
Die Armee wird eingesetzt und beteiligt sich mit schwerem Gerät an den Rettungsaktionen. Hubschrauber fliegen Noteinsätze, Flugzeugturbinen enteisen Gerätschaften zum Kohleabbau. Auf Rügen, das tagelang vom Festland abgeschnitten ist, werden vereiste Schneeverwehungen gesprengt und Panzer eingesetzt. Sechs Wochen später führt eine ähnliche Wetterlage zu einem erneuten Schneechaos.
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