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Gundi Busch siegt auf dem Eis
19. Februar 1954
Die 18-jährige Gundi Busch wird in Oslo erste deutsche Weltmeisterin im Eiskunstlauf. Die Punktrichter sehen die Kölnerin, die drei Wochen zuvor bereits Europameisterin geworden war, knapp vor der favorisierten Titelverteidigerin, der US-Amerikanerin Tenley Albright. Die “Süddeutsche Zeitung” schreibt über Gundi Buschs Kür: Ihre Sprünge “waren nicht so kräftig und hoch angesetzt als jene von Albright, aber sie wirkten harmonischer, fraulicher. Ihre wirbelnden Pirouetten waren Ausdruck einer tänzerischen Leidenschaft. Ohne Stolperschritt, ohne die geringste Unebenheit absolvierte das blonde Kölner Mädel ihren Vortrag.”
Im Vorjahr war Gundi Busch sowohl bei den Welt- als auch den Europameisterschaften jeweils nur Zweite geworden, nun hat sie beide Titel in der Tasche. Nach diesem kaum zu übertreffenden Erfolg tritt sie nicht wieder bei Meisterschaften an und wechselt ins Showgeschäft zu “Holiday on Ice”. Gundi Busch sollte die einzige westdeutsche Weltmeisterin bleiben, doch werden ihr noch die DDR-Läuferinnen Gabriele Seyfert, Christine Errath, Anett Pötzsch und Katarina Witt auf den Eiskunstlauf-Thron folgen.
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