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Hochhuth bringt Filbinger zu Fall

17. Februar 1978

Der Schriftsteller Rolf Hochhuth veröffentlicht im Wochenmagazin “Die Zeit” einen Vorabdruck seiner Erzählung “Eine Liebe in Deutschland”. Darin berichtet er vom kollektiven Wahn der Deutschen während der Herrschaft der Nationalsozialisten.  Aus schwer nachvollziehbaren Motiven hätten sich ganz normale Bürger zu oft grausamen Untaten an ihren Mitmenschen hinreißen lassen. Im gleichen Atemzug nennt Hochhuth den amtierenden Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg Dr. Hans Filbinger einen “furchtbaren Juristen”. Als Marinerichter habe er geradezu übereifrig Strafen nach den herrschenden Gesetzen verhängt.

Filbinger verteidigt sich ungeschickt mit dem lapidaren Satz: “Was damals Recht war, kann heute nicht Unrecht sein”. Die Entrüstung über diese Gleichsetzung von Diktatur und Rechtsstaat sowie über Filbingers notorische Verharmlosung seiner Verstrickung in das Verbrechensregime schlägt bundesweit hohe Wellen. Er tritt am 7. August zurück.

Lesen Sie mehr zur Erinnerungskultur in Ost und West bei der Bundeszentrale für politische Bildung

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Kommentare

Uwe Nennstiel:

10. April 2009 15:24

Das dieser Mann überhaupt Ministerpräsident eines Bundeslandes werden konnte ist schon ein großer Skandal. Das zeigt den wahren Charakter mancher machtbesessenen und ewiggestrigen Konservativen zur dieser Zeit.

Andreas Schütte:

29. August 2009 14:14

In einer Demokratie ist die Tür für Jedermann offen, welcher sich für dieses Land einsetzten möchte. Demnach ist sogar für ein z.B. ehemaligen Staat, in welchen ein kommunistisches Regiem herrschte, hier nach den Regeln der Demokratie neuer Mitbürger möglich, seine Interessen zu vertreten. Wenn sich das Volk dieser Vertretung annimmt, dann haben wir halt ein neuen Gedanke und Wert in unseren Land freiwillig gewählt. Die Demokratie bietet demnach für alle was nicht nur für die wahren Demokraten !!

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