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Hochwasserkatastrophe an der Elbe
12. August 2002
Schon Tage vorher hatten Meteorologen und Umweltverbände gewarnt, dass die starken Niederschläge nicht mehr vom Boden aufgenommen werden können und beim Abfließen Bäche und Flüsse anschwellen lassen. Die Zuflüsse der Elbe in Tschechien sind schon über die Ufer getreten, als in Sachsen am 12. August sintflutartige Regenfälle auch an Mulde, Weißeritz und Müglitz dafür sorgen, dass innerhalb weniger Stunden die kleinen Flüsschen zu reißenden Strömen werden. Ganze Dorfteile werden davontragen, Stau-Becken bersten. Brücken und Straßen werden zum Teil einfach mitgerissen. Nachdem diese erste Flutwelle langsam zurück geht, sorgt die aus Tschechien kommende Elbe für eine zweite. Die Pegelstände allein in Dresden erreichen Höhen, die die Siedlungsgeschichte der Region bisher nicht kannte. Viele Bauwerke, darunter die Semperoper und die Gebäude der Kunstsammlungen, erleiden Schäden in Millionenhöhe. Viele Städte und Gemeinden in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen stehen tagelang unter Wasser.
Deutschlandweit entstehen rund 15 Milliarden Euro Schaden. Bund und Länder helfen mit Direktzuschüssen, Hilfs- und Kreditfonds sowie Aufbaugeldern. In den ersten Wochen unterstützen tausende Freiwillige die Menschen in den zerstörten Gemeinden bei den Aufräumarbeiten.
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