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Honecker schenkt Schmidt in Güstrow ein Bonbon
13. Dezember 1981
Die letzte Station seines dreitätigen Besuchs bei Staats- und Parteichef Erich Honecker führt Bundeskanzler Helmut Schmidt in das mecklenburgische Güstrow. Auf dem Programm stehen die Besichtigung des Doms, der Barlach-Gedenkstätte und des Weihnachtsmarkts. Damit es nicht zu unkontrollierbaren Sympathie-Bekundungen für den Bundeskanzler kommt – wie im Jahr 1970 bei Brandts Besuch in Erfurt – hat das Ministerium für Staatssicherheit vorgesorgt. Tausende uniformierter Polizisten säumen die Zugangsstraße nach Güstrow. Die Einwohner der Stadt sind sämtlich überprüft worden und dürfen ihre Häuser nicht verlassen, während auf dem Marktplatz Stasi-Mitarbeiter der Presse eine staatlich genehme Wirklichkeit vorspielen. Beim Abschied auf dem Bahnhof schenkt Honecker seinem westdeutschen Gast ein Bonbon. Diese Geste ist symbolisch für das gesamte Gipfeltreffen, das zwar versöhnlichen Charakter hat, aber nicht zu bedeutenden Ergebnissen führt.
Wissenswertes zum Thema deutsch-deutsche Wirklichkeit bei der Bundeszentrale für politische Bildung
11. Januar 2010 14:15
welch eine geste,und so großzügig.
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