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101 Tote bei ICE-Katastrophe von Eschede

3. Juni 1998

10:58 Uhr: Der ICE 884 “Wilhelm Conrad Röntgen” hat eine folgenschwere Havarie auf seiner Fahrt von München nach Hamburg. Wenige Kilometer vor dem Bahnhof von Eschede, einer Kleinstadt in Niedersachsen bricht ein Radreifen – der äußere Rand eines der eisernen Zugräder – bei einer Geschwindigkeit von rund 200 Stundenkilometern. Das Eisenteil wickelt sich aufgrund der ungeheuer großen Kräfte in Sekundenschnelle vom Rad ab und dringt in den Fahrgastraum ein.

Ein Reisender hört verdächtige Geräusche und benachrichtigt den Zugbegleiter. Doch bevor dem Personal die Schwere des Schadens bewusst wird und der Zug gestoppt werden kann, geschieht die Katastrophe. Durch den abgerissenen Radreifen entgleist der Hochgeschwindigkeitszug unmittelbar vor einer Brücke. Die Waggons schleudern gegen die Brückenpfeiler und reißen das Bauwerk ein. 101 Menschen sterben in den Trümmern.

In den kommenden Monaten wird bei der Analyse der Unfallursachen vieles bei Streckenführung und Wartung der Züge bemängelt. Vor allem Werkstoffe und Konstruktion von Achsen und Rädern werden kritisiert. So war ein neuartiger Radreifen ohne ausreichende Prüfung verwendet worden. Den verantwortlichen Bahnangestellten können die Richter an der in Celle ansässigen Strafkammer des Landgerichts Lüneburg zum Abschluss des Verfahrens 2003 aber keine “schwere Schuld” für das Unglück zuordnen. Gegen Geldstrafen werden die Verfahren eingestellt.

Zurück bleibt die Trauer um die Toten und die Hilflosigkeit beim Umgang mit solch einer Katastrophe. An der Unglücksstelle wird drei Jahre nach dem Unfall eine Gedenkstätte eingeweiht. 101 Kirschbäume werden dort neben den Gleisen gepflanzt. Eine Gedenktafel mit den Namen der Opfer erinnert an die Katastrophe.

Weitere Informationen zum Unglück von Eschede bei ndr.de

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Kommentare

Hilmar Kluß-Döpel:

15. August 2010 19:52

Ich saß im ersten Wagen.Auf einer Fahrt von Frankfurt Main nach Hamburg.Bei der Entgleisung schoben der Wagen erst nach links,dann hoch wieder runter,federte mehrere Male,verdrehte sich nach vorn,die Seite drückte gegen den Zugwagen(Triebkopf.)Das Geräusch war wie ein schlidderndens Quietschen ud Schaben,ein ratschendes Geräusch mit ungeheuren Vibrationen.Duch die enorme Verzögeungsleistung wurde ich duuch das Abteil gegen ein Rückenkissen gescheludert.Von dort prallte ich auf den Boden.Auf mich flog mein Alukoffer und eine Tasche.Das Ganze dauerte wenige Minuten-mir kam es vor wie eine Stunde!Dann war es still.Totenstill.Die ersten Geräusch vernahm ich nach etwa
35 Minuten-wie in einem Dämmerschlaf.Irgendwie muß jemand die Tür aufgebrochen haben und Leute drangen in das Abteil ein.Dann verlor ich das Bewußtsein.Ich wachte auf,als ich auf einer Trage in einem Hubschrauber lag.Da war ein lautes Dröhngeräusch.Irgend jemand versuchte mir jemand zu sagen,daß ich nach Hannover geflogen werde.Ich fiel dnach in einen Dämmerschlf.man mußte mir irgendwie eine Injektion /Infusion gelegt haben,mir wurde im ganzen Körper taub und schlaff.Das ganze Ausmaß dieses Desasters für die Bahn wurde mir erst Wochen später bewußt.Der ganze Ärger mit der Bahn kam noch dazu.Die Beamten wollten von all dem gar nix wissen.Die haben versucht alles abzuwimmeln.Für jeden medizinischen Detail mußte ich Belege anbeibringen-eine Unzumutbarkeit!!!

WasserfarbeWeiss:

20. Juli 2011 20:03

Da können Sie ja noch von Glück reden! Ein Alukoffer und eine Tasche… manche Unglücke gehen schlimmer aus… Da sind Sie ja noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Bleibt Ihnen für die Zukunft zu wünschen, dass Sie auch weiterhin soviel Glück haben!

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