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“Ich bin schwul und das ist auch gut so”
10. Juni 2001
Nach zehn Jahren kommt es wegen des Skandals um die landeseigene Bankgesellschaft zum Ende der Großen Koalition in Berlin. Wenige Tage bevor der Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen in einem Misstrauensvotum abgewählt wird, bereitet sich die SPD bei einem Landesparteitag auf den bevorstehenden Wahlkampf vor. Ihr Vorsitzender und Bürgermeisterkandidat heißt Klaus Wowereit, ein Name, den selbst viele Berliner nicht kennen. Das ändert sich schlagartig, als er sich in seiner Rede offensiv und charmant zu seiner Homosexualität bekennt.
“…- und das ist auch gut so” wird über die Landesgrenzen hinaus zum geflügelten Wort. Und zum Titel der Autobiografie, die Wowereit 2007 veröffentlicht. Er ist der erste deutsche Spitzenpolitiker, der sich selbstbewusst outet. Auch im Bürgermeisteramt scheut er vor öffentlichkeitswirksamen Auftritten in Film und Fernsehen nicht zurück und zeigt sich auch auf vielen Partys volksnah. Schon bald gehört er zu den beliebtesten deutschen Politikern.
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