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Die “Koalition der Willigen” greift Irak an
20. März 2003
Vor der Invasion in den Irak hatten die USA und Großbritannien eine Koalition der “Willigen” gegründet. “Willige” meint dabei jene, die bereit sind, gegen den Irak in einen Krieg zu ziehen, zur Vorbeugung. Das Land wird angegriffen, damit es nicht selbst – wie von den USA vorhergesagt – mit atomaren, biologischen oder chemischen Waffen andere Staaten angreifen kann. “Operation Freiheit für Irak” nennt die Koalition den Einsatz.
Wenige Wochen später, im April, kapitulieren die irakischen Streitkräfte. International hatten sich mehrere Staaten gegen den Einmarsch ausgesprochen, darunter Frankreich und Deutschland. Ihr Hauptargument: Der Nachweis der Behauptung, der Irak plane Kriege und bedrohe die Welt, könne nicht erbracht werden. Allerdings fliegen während des Kriegs deutsche Besatzungsmitglieder an Bord der AWACS-Aufklärungsflugzeuge der Nato mit, die dazu dienen, von der Türkei aus den angrenzenden Luftraum des Irak zu überwachen.
Erst sechs Monate nach Kriegsende wird Saddam Hussein in einem Erdloch am Tigris gefunden, dem Anschein nach ein verwirrter Obdachloser, der bei der Festnahme keine Gegenwehr leistet. “Eine Bestie sieht anders aus” schreibt Willi Winkler in der Süddeutschen Zeitung. Die Angaben über die Opferzahlen des Krieges schwanken. Wenigen hundert Opfern der Alliierten stehen mehrere tausend Tote auf irakischer Seite gegenüber.
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