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Juri Gagarin fliegt ins All
12. April 1961
Nun ist es bewiesen: Der Mensch kann ins Weltall fliegen. Erbracht hat diesen Beweis der Luftwaffen-Major Juri Alexejewitsch Gagarin aus dem Bezirk Smolensk. Nach langen, schweren Tests war er für die Mission ausgewählt worden. Gut zehn Minuten nach dem Start im kasachischen Tjuratam (Baikonur) um kurz nach neun Uhr am 12. April erreicht sein Raumschiff Wostok 1 die Erdumlaufbahn. In 108 Minuten umrundet es einmal die Erde. Nach dem Wiedereintritt der Weltraumkapsel in die Atmosphäre landet Gagarin planmäßig in der Nähe der südostrussischen Stadt Engels.
Gagarins Flug wird in der DDR wie im gesamten Ostblock begeistert gefeiert. Es ist ein weiterer Triumph in einer ganzen Reihe sowjetischer Raumfahrterfolge, von denen der Sputnik nur der bekannteste ist. So hatten die sowjetischen Wissenschaftler die ersten Fotos von der Rückseite des Mondes vorzuweisen oder auch den Weltraumflug und die sichere Heimkehr der Hunde Belka und Strelka.
Auf der anderen Seite gelingt der NASA und Astronaut Alan B. Shepard knapp einen Monat nach Gagarins Weltraumreise nur ein “Hüpfer” in den Weltraum, und erst am 20. Februar 1962 erreicht John Glenn als erster Amerikaner den Orbit. Die ersten Schritte auf dem Mond erlebt der überschwänglich gefeierte Weltraum-Held Gagarin nicht mehr. Er stirbt 1968 beim Absturz seines Trainingsflugzeugs.
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