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“Ich bin ein Berliner”
26. Juni 1963
“Ish bin ein Bearleener”, liest US-Präsident John F. Kennedy vor dem Schöneberger Rathaus von seinem Redemanuskript ab. So hat er sich den berühmt gewordenen Satz aufgeschrieben, um ihn richtig auszusprechen. 300.000 verunsicherte West-Berliner sind gekommen um sich zu vergewissern, dass die amerikanische Schutzmacht hinter ihnen steht. Kennedy enttäuscht sie nicht.
Fünfzehn Jahre nach der Berliner Luftbrücke und knapp zwei Jahre nach dem Bau der Mauer preist er den Freiheitswillen und das Durchhaltevermögen der West-Berliner. An der geteilten Stadt zeige sich für die ganze Welt beispielhaft die Überlegenheit des westlichen Freiheitsangebotes über das kommunistische System. Nur fünf Monate später wird Kennedy in Dallas ermordet. Erneut versammeln sich die Berliner vor dem Schöneberger Rathaus. Der dortige Rudolph-Wilde-Platz erhält den Namen des Präsidenten.
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