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Neuorganisation des Alltags: Kommunikation per SMS
2. Dezember 2000
Mobiltelefonie ist billiger geworden und inzwischen haben viele Deutsche ein Handy. Damit wird nicht nur telefoniert. Durch die SMS – das Kürzel steht für Short Message Service, also Kurznachrichtendienst – entstehen ganz neue Kommunikationsformen. Es gibt SMS-Partys und im Internet werden Seiten mit Verhaltens- und Kommunikationscodes für das Versenden von SMS veröffentlicht.
Aus der SMS entsteht ein neues Verb: In Anlehnung an “mailen” für das Schreiben von E-Mails wird „simsen“ für das Verschicken von SMS verwendet. Doch neben der Euphorie kommt auch Skepsis auf: Verdirbt die SMS die Jugend, weil die es verlernt, Briefe zu schreiben? Ist SMS-Sucht eine echte gesundheitliche Gefahr oder nur eine Mode und geht die gute deutsche Sprache daran zugrunde?
Der Boom dieser mobilen Kommunikation verhilft der Bundesrepublik zu einer unerwarteten Einnahmequelle: Bei der Vergabe von Lizenzen für einen neuen Mobilfunkstandard, die UMTS-Netze, macht die Bundesregierung das weltweit beste Geschäft: Knapp 100 Milliarden DM fließen in Finanzminister Hans Eichels Haushalt.
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