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Lange Haare unter dem Stahlhelm – im Haarnetz

8. Februar 1971

Soldaten dürfen nun auch lange Haare haben: Die Entspannungspolitik der sozialliberalen Koalition erreicht die Bundeswehr in Form des so genannten Haarnetzerlasses. Bislang waren lange Haare verboten, doch nun sollen auch die deutschen Truppen “die Entwicklung des allgemeinen Geschmacks nicht unberücksichtigt lassen”.  Die Bundeswehr rüstet sich mit 740.000 Haarnetzen aus, die Beatles-Haarschnitte und andere moderne Langhaarfrisuren bändigen sollen. Das gelingt angeblich nur unzureichend. Aus hygienischen, ästhetischen und selbst gesundheitlichen Gründen – lange nasse Haare führen in erhöhtem Maße zu Erkältungen – müssen die Haare schon ein Jahr später wieder ab. Man sieht sie in der Bundeswehr erst vier Jahre später wieder, als Frauen im Sanitätsdienst zugelassen werden.

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Kommentare

M. Klanck:

31. Mai 2011 21:52

Der Erlaß hieß “Haar- und Barterlass” (oder umgekehrt Bat- und Haarerlaß). Herausgegeben wurde er schon im Sommer 1970. Die Haarnetze folgten erst einige Monate später, zur Begründung dienten Sicherheitsargumente (mit lange Haaren kann man eben in Maschinen hägen bleiben. Vordergründig waren die Haarnetze (mit denen man fünf kg Kartoffeln trgen konnte) allerdings ein Versuch, die auf ihre Haarpracht stolzen Wehrpflichtigen der Lächerlichkeit preiszugeben.

Zitat H.Schmidt (damaliger Verteidigungsminster): Es kommt darauf an, was der Soldat im Kopf hat, nicht auf das, was er dareuf hat.

Etwas mehr Recherche hätte der Redaktion gut angestanden.

rbbadmin:

7. Juni 2011 14:45

Sehe keinen Widerspruch. Haar- und Barterlass ist Teil der Dienstvorschriften. Ab Februar 71 waren lange Haare offiziell erlaubt, die Haarnetze gabs anschließend dazu – und später im Jahr wurden sie für alle Soldaten Pflicht. W.Leytz rbb

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