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Lokomotivführer bestreiken die Bahn
14. November 2007
Ein zäher Tarifkonflikt bewegt die Öffentlichkeit. Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) ist mit ihren Forderungen beim Bahnvorstand monatelang auf taube Ohren gestoßen. Neben einem eigenständigen Tarifvertrag sind Lohnerhöhungen von bis zu 31 Prozent das Ziel des GDL-Vorsitzenden Manfred Schell. Er demonstriert Gelassenheit, als er mitten in den Gesprächen zur Kur fährt. Bahnchef Hartmut Mehdorn befürchtet, dass bei einem zu hohen Abschluss die anderen Bahn-Gewerkschaften Transnet und GDBA aus ihren Tarifverträgen aussteigen. Die Verhandlungen sind nicht frei von persönlichen Animositäten. Es kommt zu öffentlichen Verbalattacken, Verhandlungen werden kurzfristig angeboten und wieder abgesagt.
Auf kleinere Streiks reagiert die Bahn mit Notfallfahrplänen und bringt die Auseinandersetzung vor die Arbeitsgerichte. Deren Entscheidungen machen schließlich den längsten Streik der Bahngeschichte möglich. Drei Tage lang gibt es im Güter- und Personenverkehr bundesweit drastische Ausfälle von Zugverbindungen. Schließlich legt die Bahn ein neues Angebot vor. Erst im April 2008 einigen sich die Konfliktparteien nach Verhandlungen, die ständig vom Scheitern bedroht sind. Ein erboster Mehdorn verkündet, dass die Mehrausgaben der Bahn letztlich von den Reisenden bezahlt würden.
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