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Machtwechsel – Schröder wird Kanzler

27. September 1998

Der Wahlkampf des Jahres wird zu einer Auseinandersetzung der Generationen. Trotz Kritik und Bedenken von vielen Seiten hatte sich die Unionsspitze durchgesetzt und Kohl erneut zu ihrem Spitzenkandidaten gemacht. Dies war eine klare Absage an die Politiker in der Partei, die vorsichtig mahnten, doch vielleicht mit Wolfgang Schäuble einen etwas jüngeren Kandidaten zu nominieren. Selbst die spektakuläre Verpflichtung des Boulevard-Journalisten Hans-Hermann Tiedje als seinen persönlichen Berater rettet Kohl nicht die Kanzlerschaft. Gewinner der Wahl ist die SPD, die stark Stimmen dazugewinnt, während die Union einbricht.  Die Sozialdemokraten machen sich umgehend an die Bildung einer rot-grünen Bundesregierung.

Kohls Nachfolger im Amt wird Gerhard Schröder, der noch 1994 als Mitglied der so genannten Troika der SPD zusammen mit dem damaligen Kanzlerkandidaten Rudolf Scharping und dem 1990 ebenfalls als Kanzlerkandidat gescheiterten Oskar Lafontaine unterlegen war.

Die Stimmenverhältnisse kehren sich bei der Abstimmung in diesem Herbst im Vergleich zum Urnengang 1994 regelrecht um. Waren Union (294) und FDP (47) zusammen damals noch auf 341 Mandate gekommen, erzielen diesmal SPD (298) und Bündnis 90/Grüne (47) ähnlich viele Mandate. Die PDS erreicht 36 (30) Stimmen. Die rot-grüne Koalition hat damit eine komfortable Mehrheit im neuen Bundestag. Schröder wird am 27. Oktober mit 351 von 666 abgegebenen Stimmen zum Bundeskanzler gewählt. Mehrere Abgeordnete der Opposition müssen damit auch für Schröder gestimmt haben. Schröders Koalition schreibt sich auf die Fahnen, eine neue politische Kultur in Deutschland zu verkörpern und umzusetzen.

In den Bonner Amtssitz des deutschen Regierungschefs zieht Schröder gar nicht mehr ein. Er überlässt Kohl das Wohnrecht im dortigen Kanzleramt und nutzt in dem Domizil bis zum Umzug der Regierung nach Berlin ein Jahr später nur einige Räume dienstlich.

Machtwechsel und rot-grüne Koalition – Rückblick der Bundeszentrale für politische Bildung

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