“60xDeutschland” in Presse und Medien

TIP, 18. Februar 2009
„Im Jahr 20 nach dem Mauerfall und im Jahr 60 nach der Gründung der Bundesrepublik werden die Rückblicke so zahlreich wie Insekten im Regenwald sein. Allerdings lohnt es sich, bei ‘60 x Deutschland’ hinzuschauen – hinzuhören und hinzuklicken. Unter der Federführung des RBB entstanden 60 filmische Kalenderblätter, die im Fernsehen, im Radio und im Internet erlebt werden können.”

TV Spielfilm, 20. Februar 2009
„Die TV-Reihe ‘60 x Deutschland – Die Jahresschau’ ist für Maischberger nicht irgendein Moderationsjob, sondern Herzensangelegenheit. Als politische Journalistin kann sie ermessen, wie viel Arbeit Lorenzen, Unger und ein Team des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) in die Sendereihe gesteckt haben.” …mehr

Rheinpfalz, 24. Februar 2009
“‘60 x Deutschland’ ist eine gute Idee, die ARD ein kompetenter Gastgeber. Doch die späte Sendestunde ist bedauerlich. Halligalli hat Vorrang.
Es ist begrüßenswert, wenn in einem Massenmedium wie dem Fernsehen Geschichte vermittelt wird – und zwar nicht als Dokudrama, dem eine wahre Begebenheit zugrunde liegt. Auch nicht als geschichtliches Drama, das fiktional aufbereitet wird und bei dem die – erfundene – tragische Liebesgeschichte eines realen Helden für Publikumszuspruch sorgen soll.”

Die Tageszeitung, 28. Februar 2009
„Und diese Ebene scheint zu funktionieren. Die zum Mix gehörenden betagten Zeitzeugen weisen zum Glück nicht nur erwartungsgemäß darauf hin, wie sich 1949 im Westen über Nacht die Schaufenster füllten, sondern auch darauf, dass ihnen seinerzeit die DDR als ‘ein Land, in dem es sich zu leben lohnte’, erschien.”
„Das gibt der Zeit ein wenig von der Würde zurück, die entschwindet, wenn rund 1.000 Jahre in zehnmal 45 Minuten im Schnelldurchlauf komprimiert werden – wie bei ‘Die Deutschen’ im ZDF geschehen. Und lässt Gleichzeitigkeiten zutage treten.” …mehr

Hannoversche Allgemeine Zeitung, 28. Februar 2009
„Die Mischung aus Alltagskultur und großer Politik, aus Interviews und alten ‘Wochenschau’-Berichten ist kurzweilig und informativ – ganz unproblematisch ist sie nicht. Nur selten wird die Quelle des Filmmaterials eingeblendet, ordnen Sprecher Norbert Langer und Moderatorin Sandra Maischberger die Beiträge ein: Der Antikommunismus der frühen Bundesrepublik etwa, der aus zahlreichen alten Filmschnipseln spricht, wird nicht kritisch reflektiert. Wer das in Kauf nehmen mag, gewinnt aber überraschende Einblicke in die deutsch-deutsche Geschichte.”

Der Tagesspiegel, 01. März 2009
(Interview Johannes Unger)
„Herr Unger, ‘60 x Deutschland’, was soll uns das sagen?
Es geht um die gemeinsame Erinnerung und eine Perspektive auf Augenhöhe. Das Endscheidende ist der Ost-West-Blick. Stellen Sie sich zwei Fotoalben vor, ein Album Ost, ein Album West – die Geschichte zweier verwandter, aber einander fremd gewordener Familien. Wir haben nichts anderes getan, als diese Familiengeschichten zusammen zu führen. Wir laden dazu ein, sich mit der deutsch-deutschen Geschichte zu beschäftigen. Dabei kann es nicht um die absolute Wahrheit gehen. Dafür ist das Fernsehen nicht geeignet.” …mehr

Süddeutsche Zeitung, 02, März 2009
„Die Deutschen beschäftigen sich am liebsten mit sich selbst. Oft hat man ihnen dabei nicht gerne zugesehen. Dass die ARD nun 60 Jahre nach der doppelten Staatsgründung einen derart gelassenen Ton findet, kann man nur begrüßen.”

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02. März 2009
„Staatstragend charmant moderiert Sandra Maischberger vor hochsymbolischer Stelle: Sechzig Mal werden wir ihr in Norman Fosters Berliner Reichstagskuppel begegnen. Sie sei, bekannte sie, im Verlauf der Produktionszeit ‘fast süchtig’ geworden nach diesem Zeitgeschichtsformat. Nein, süchtig macht es nicht. Aber Wiedererkennungswert hat es.”

Berliner Zeitung, 02. März 2009
„Das Projekt ‘60 x Deutschland’ arbeitet die deutsche Geschichte seit 1949 Jahr für Jahr auf und widmet jedem von 1949 bis 2008 einen knapp viertelstündigen Rückblick.
Diese Geschichte im Zeitraffer soll sich nicht auf die politischen Ereignisse beschränken, sondern auch die wichtigen Momente des Alltagslebens herausstellen, will informieren und unterhalten.” …mehr

Märkische Allgemeine Zeitung, 02. März 2009
„Indem die Kalenderblätter Politik, Wirtschaftsleben und Alltagskultur mischen, entstehen kurzweilige Jahresporträts. Zusätzlich gewinnt das Format durch Zeitzeugen wie Margit Hosseini oder jene junge Dresdner Kellnerin, die von der ‘Gaffegriese’ 1977 berichtet, an Glaubwürdigkeit. Kaffeekrise? Die kam, als der DDR der Kaffee ausging und gestreckt werden musste. Der Zusatz hatte es wohl in sich, der Dresdnerin flog ‘die Kaffeemaschine um die Ohren’. Anschaulicher kann Geschichte kaum sein. Glück und Pech der kleinen Leute inspirieren zum Blättern im eigenen Fotoalbum.” …mehr

Märkische Oderzeitung, 02. März 2009
„Die TV-Serie, die der rbb produziert, will sich den großen und kleinen Momenten in der deutsch-deutschen Geschichte widmen. Es ist eine Chronik der Teilung und des wieder Zusammenfindens, die sich um kritische Distanz zu den Geschehnissen in Ost- und Westdeutschland bemüht.
Aufarbeitung von Geschichte ist von den jeweils 15-minütigen Folgen kaum zu erwarten. Das ist auch nicht ihr Anspruch. Es geht in ihnen um die Vermittlung von Lebensgefühlen, um die Erinnerung an Ereignisse, die das Leben der Deutschen prägten und veränderten.”

www.aufregerblog.t-online.de, 02. März 2009
Unter Ausschluss der Öffentlichkeit deutsche Geschichte in der ARD
„Frau Maischberger und das Konzept (60 x Deutschland) haben sicherlich besseres verdient. An Frau Maischbergers Stelle würde ich bei einer solchen Ignoranz irgendwann die Konsequenzen ziehen. Ich empfehle ARTE oder BBC. Dort hätte sie sicherlich die Aufmerksamkeit die ihr ein Bubi wie Lars Schmidt nicht zukommen lässt. Herr Schmidt sollte sich mal die Dokumentationen von der BBC anschauen. Er könnte was lernen.” …mehr

Freies Wort, 06. März 2009
„Das tollkühne 15-Minuten-Limit pro History-Einheit erspart uns den moralisierenden Ost-West-Zeigefinger. Sachlichkeit tut gut. Jedenfalls für den mündigen Bildschirm-Bürger von heute.”

Funkkorrespondenz, 13. März 2009
„Dabei offenbart sich allerdings ein grundsätzliches Problem solcher Chronologien in Gestalt ihres kalendarischen Zwangskorsetts. Neben ereignisreichen Jahren gibt es auch solche, in denen kaum etwas passierte, was wirklich der kollektiven Erinnerung wert wäre.” …mehr

epd Medien, 01. April 2009
„In sechs Jahrzehnten sammelt sich allerhand an. Ein gewaltiger Berg an individuellen und kollektiven Erinnerungen, an historisch bedeutsamen Ereignissen, an politischen, ökonomischen und kulturellen Entwicklungen. Ein enormer Steinbruch, den die Autoren der 60-teiligen Reihe ‘60 x Deutschland’ zu bearbeiten hatten. Für jedes Jahr haben sie ein paar Brocken herausgehauen und zu jeweils 15-minütigen Filmen wieder neu zusammengesetzt. Was im Medium formal notwendig sein mag, erscheint jedoch inhaltlich fragwürdig.”
„Die Autoren wollten ein möglichst weit aufgefächertes Panorama eines Jahres abbilden. Dadurch fehlte es häufig an Schwerpunkte, an dem Bekenntnis dazu, besonders wichtigen Themen den nötigen Raum zu geben.”

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