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Montagsdemonstrationen gegen Hartz IV
2. August 2004
Der Unmut der Demonstranten auf den immer montags staatfindenden Demonstrationen richtet sich gegen die Bundesregierung und ihre Einführung der so genannten Hartz-IV-Reformen. Die Kürzungen durch die Reformen erzürnen vor allem die Bürger im Osten. An oberster Stelle der Forderungen der Demonstranten steht die Rücknahme der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe.
Schnell kommen bundesweit mehrere zehntausend Menschen zu diesen Demonstrationen, aber der Protest spaltet das Land auch. Die Reduzierung des Arbeitslosengeldes, die Bedingungen für Arbeitnehmer, die unter Umständen nach einer langen Erwerbsbiografie unverschuldet arbeitslos werden und nach nur zwölf Monaten erfolgloser Jobsuche von Arbeitslosengeld II leben müssen, erzürnt viele. Doch nicht wenige finden die Verbindung zu den Protesten in den letzten Wochen der DDR – den Montagsdemonstrationen – unangemessen. In einem Interview mit der “Berliner Zeitung” nennt der zu DDR-Zeiten aktive Bürgerrechtler Joachim Gauck die Bezeichnung “Montagsdemos” töricht und geschichtsvergessen und sagt: “Wer gute Gründe für Demos hat, braucht kein falsches Etikett.”
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