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“Nackt unter Wölfen” kommt in die Kinos
10. April 1963
Frank Beyers Film zeigt eine heroisierte Variante der wahren Begebenheiten im Konzentrationslager Buchenwald. “Nackt unter Wölfen” erzählt vom Schicksal eines jüdischen Kindes, das dort von der kommunistischen Häftlingsorganisation versteckt und schließlich gerettet wird. Die Selbstbefreiung der Häftlinge fand jedoch nur im Film statt – tatsächlich beendeten US-amerikanische Truppen die Gefangenschaft. Nicht zuletzt diese Stilisierung im Sinne der sowjetischen Machthaber trägt zum überwältigenden Erfolg von Bruno Apitz’ Buchvorlage bei.
Der Film wird durch bravouröse Schauspielleistungen zum DEFA-Klassiker. Der junge Armin Müller-Stahl spielt den mutigen Kapo der Effektenkammer. Vorlage für diese Figur ist ein Mann namens Willi Bleicher, wie im Jahr der Filmpremiere der Öffentlichkeit bekannt wird. Er ist inzwischen Gewerkschaftsführer in Baden-Württemberg. Anfang 1964 fährt er mit dem geretteten Kind, dem inzwischen erwachsenen Jerzy Zweig, noch einmal nach Buchenwald.
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