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NATO-Doppelbeschluss wird verabschiedet
12. Dezember 1979
Die Außen- und Verteidigungsminister der Nato-Mitgliedstaaten unterzeichnen in Brüssel ein höchst umstrittenes Dokument. Der Doppelbeschluss besteht – wie der Name schon sagt – aus zwei Teilen. Er bietet erstens dem Warschauer Pakt Abrüstungsverhandlungen über die atomaren Mittelstreckenraketen in Europa an. Für den Fall ihres Scheiterns legt er zweitens die Stationierung amerikanischer Pershing-Raketen in mehreren westeuropäischen Ländern fest.
Die Nato reagiert damit auf die bereits von der Sowjetunion stationierten mobilen Raketen vom Typ SS-20. Die Führung hatte damit ältere Raketentypen ersetzt. Bundeskanzler Schmidt – früher Wehrexperte und Verteidigungsminister – hatte schon frühzeitig eine gefährliche Verschiebung des strategischen Gleichgewichts in Europa gesehen und lange für eine konsequente Reaktion geworben. Er kann schließlich die westlichen Verbündeten, nicht jedoch Teile seiner eigenen Partei überzeugen, und schwächt damit die eigene Regierung. Heftige Kritik kommt auch von der stärker werdenden Friedensbewegung, die den Doppelbeschluss als einseitigen Schritt im Aufrüstungsprozess wahrnimmt. Als vier Jahre später die Verhandlungen mit den Sowjets scheitern, kommt es tatsächlich zu einer neuen Runde im Rüstungswettbewerb.
16. April 2009 16:57
Ich war in der Friedensbewegung und gegen den Nato-Raketenbeschluss. Ich bin wegen Willy Brandt seiner Friedenspolitik in die SPD eingetreten, damit er gestärkt wird. Ich wollte innerhalb der SPD die Nato-Raketenbeführworter wie Schmidt und Apel schwächen.
19. April 2009 03:17
Dass es auch Demos für den NATO-Doppelbeschluss gegeben hat, wird völlig unterschlagen. 1981 waren wir auch zu Zehntausenden mit der Jungen Union in Bonn und forderten die UdSSR zur Abrüstung der SS 20 auf.
19. April 2009 23:32
Im Jahr 1977 hätte man zumindest erwähnen können, daß es Rudolf Bahro gelungen war “Die Alternative” im Westen zu veröffentlichen und das er dafür 8 Jahre Bautzen aufgebrummt bekam oder daß Robert Havemann 1976 Hausarrest auf seinem Grundstück bekam und von zeitweise bis zu 200 Spitzeln oberserviert wurde und trotzedem sein Buch “Morgen” in den Westen bekam.
5. Januar 2010 16:30
Ich finde es gut das es solche Seiten gibt,denn momentan behandeln wir in der Schule 60x Deutschland und ich muss sagen das es vor allem beim lernen hilft sich solche dinge zu merken.Ich bin zwar erst 13 Jahre und schon recht ahnung von diesem Thema aber man lernt nie aus.
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