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Neue Währung in den Intershops

16. April 1979

Forumschecks sind der neuste Kniff der Devisenbeschaffung der DDR-Staatsführung. Westgeld und andere Valuta müssen ab sofort in diese neue Binnenwährung umgetauscht werden. Touristen sind von dieser Regel allerdings ausgenommen. Die Schecks können nur in den Intershops, wo es auch für Ost-Bürger West-Waren gibt, eingelöst werden. Als Wechselgeld dienen ebenfalls die Forumschecks – nur die kleinsten Beträge werden mangels entsprechender Scheine in Süßigkeiten wie kleinen Schokoladentäfelchen ausgezahlt. Noch vor 1974 durften Ostdeutsche offiziell gar keine Devisen besitzen und gelangten höchstens in Begleitung eines Ausländers in die verlockend ausgestatteten Intershops. Später sollte im Ausland erworbenes oder von dort geschenktes Geld dem Staat zugute kommen – und zwar, bei zunehmender Devisenknappheit, möglichst schnell. Dafür sorgt der Zwangsumtausch in die Forumschecks.

Mehr zum Thema Gesellschaft und Alltag in der DDR bei der Bundeszentrale für politische Bildung

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Kommentare

Manfred Steinke:

7. September 2009 17:10

Im Gegensatz zu diesem Bericht, der der Wahrheit entspricht, wurde diese Forderung des Staates in den intershop-Läden nicht so genau genommen.
Auch nach Erlaß dieser Bestimmung wurde vornehmlich in Ostberlin und dann auch in der Provinz (z.B. Cottbus, Autobahnraststätte Freienhufen, etc,) durch das Verkaufspersonal nicht wie vorgeschrieben eine Legitimation in Form des Reisepasses, oder Personalausweises eines westlichen Landes gefordert. Ohne zu zögern wurden auch an DDR-Bürger Waren direkt gg. D-Mark oder andere westliche Währungen herausgegeben.
Mir selbst ist es nie passiert, daß mir das Westgeld zurückgewiesen wurde.
D-Mark in Forumschecks eingetauscht habe ich am Anfang nur einmal und dann sah ich mich nie mehr genötigt das Geld einzutauschen.

Mit freundlichen Grüßen, jetzt aus Nürnberg.

Ronny Funk:

14. Mai 2010 18:52

Mir ist es schon mal passiert, dass sich der Intershop weigerte, DM anzunehmen. Es war der Intershop für Musikinstrumente in Berlin-Adlershof und ich musste zum Flughafen Schönefeld fahren, um Forumschecks zu erwerben.
Mit freundlichen Grüßen, jetzt aus Niedersachsen

Michael aus MD:

16. Juni 2011 19:34

Ich selber habe das Theater in den frühen 80er Jahren als Kind erlebt. Seit Mitte der 80er kam ich selber ab und zu in Besitz westlicher Devisen und hatte im “Shop” in Magdeburg (Hochhaus an der Elbe) nie Probleme. Wahrscheinlich hat es die Intershop-Mitarbeiter selber genervt. Im “Shop” im Interhotel sah’s hingegen schon wieder ganz anders aus. Die wollten meist das Spielgeld sehen. Übrigens: Ich hab ‘nen 500er (warum hat man eigentlich immer die richtigen Sachen zur falschen Zeit?), waren die überhaupt im Umlauf? M.

Felix:

8. Januar 2012 18:45

Übrigens wurde die Dame ab 0:25 nach der Sendung des Beitrages im westdeutschen Fernsehen von der Stasi abgeholt. So etwas durfte leider nicht ohne Konsequenzen bleiben.

rbbadmin:

11. Januar 2012 21:00

@ Felix: Ironie, Scherz, Vermutung, Behauptung oder Wissen? Gruß W.Leytz rbb online

Felix:

11. Januar 2012 21:42

@rbbadmin

Hat es mein Kommentar doch noch hierher geschafft. ;)

Obige Szene ist in einer Dokumentation über die DDR enthalten, darin wird die anschließende Konfrontation mit der Stasi erwähnt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es sich um “Kontraste – Auf den Spuren einer Diktatur” von bpb handelt:

http://www.bpb.de/themen/JIRGFC,0,Kontraste_Auf_den_Spuren_einer_Diktatur_.html

Gruß, Felix

rbbadmin:

12. Januar 2012 14:56

Sieht eher nach 1979er-Abendschau-Sendung des Sender Freies Berlin aus, die Kontraste-Sammlung bezieht sich erst auf spätere Jahre. Ob die protestierende Dame Schwierigkeiten bekommen hat, konnte ich hier nicht klären.
Gruß W.Leytz rbb online

rbbadmin:

12. Januar 2012 21:08

In der Tat, ist der Wortlaut. Leider nicht vollständig online. Mal sehen, was noch zu finden ist.
Gruß
W.Leytz rbb online

rbbadmin:

12. Januar 2012 21:21

Ok, die Dame wurde wegen ihrer Äußerungen etwa sechs Wochen später verhaftet, zu einem Jahr Gefängnis verurteilt und war offenbar bis November 1979 in Haft.Quelle im Detail: http://www.servat.unibe.ch/dfr/bs041247.html – ein Urteil wegen Rechtsbeugung gegen die Richterin, die sie verurteilte.
Dazu auch: http://www.zeit.de/1982/12/abkehr-von-der-partei/seite-2, dort ist von anderthalb Jahren Haft die Rede, möglicherweise handelt es sich hier um eine weitere Betroffene.

Felix:

12. Januar 2012 21:59

Also war das die von mir verlinkte Doku auf DVD, Kontraste war damals eine Sendung des SFB.

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/marktundmedien/733783/

Ich kann mir das noch einmal ausleihen, dann schaue ich nach. Die Veröffentlichungen von bpb sind absolut empfehlenswert, egal ob gedruckt oder visuell.

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