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Peter Fechter verblutet an der Mauer

17. August 1962

Der 18-jährige Maurergeselle Peter Fechter versucht gegen 14.10 Uhr in der Berliner Zimmerstraße nahe dem Checkpoint Charlie die Grenzabsperrungen zu überwinden. Während es sein Freund Helmut Kulbeik auf die Westseite schafft, wird Fechter von Grenzsoldaten angeschossen und bleibt im Todesstreifen liegen. Er ruft um Hilfe, doch weder die DDR-Grenzer, noch die West-Berliner Polizei oder die amerikanischen Soldaten helfen ihm.

Erst nach einer halben Stunde trifft der diensthabende Offizier der Grenztruppen ein, ohne dessen Befehl kein Grenzsoldat den Todesstreifen betreten darf. Er veranlasst Erste-Hilfe-Maßnahmen. Eine weitere Viertelstunde später wird der längst verstummte Peter Fechter geborgen und in ein Krankenhaus gebracht. Auf beiden Seiten der Mauer haben sich Menschenmengen gebildet, von der West-Berliner Seite erschallen “Mörder, Mörder”-Rufe.

In den folgenden Tagen demonstrieren 5000 Menschen gegen die Mauer und das DDR-Regime. Doch auch die US-amerikanische Schutzmacht wird zur Zielscheibe der Demonstranten. Später bekennt Willy Brandt, zu diesem Zeitpunkt Regierender Bürgermeister von Berlin, dass das Verhalten der Amerikaner an diesem Tag für ihn ein wichtiger Grund war, eine flexiblere Deutschlandpolitik ins Auge zu fassen.

Wer trägt die Schuld an den Mauertoten? Das Magazin “Kontraste” vom 3. Juli 1990 fragt nach. Sendung online auf www.bpb.de

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Kommentare

Jutta Döring geb. Fechter:

4. Oktober 2009 15:22

Als mein Onkel Peter Fechter damals erschossen wurde war ich damals 7 Jahre alt.
Ich habe das alles miterlebt, denn ich bin bei meiner Oma, die Mutter von Peter Fechter aufgewachsen.
Für mich ist es sehr schlimm gewesen, da ich ein sehr enges Verhältnis zu ihm hatte.

Mario Remmert:

17. Oktober 2009 18:53

Hallo , ich bin der Mario und ebenfalls eng mit der Familie Fechter verwandt. Als Onkel Peter starb war ich im August 1962 1 Jahr und 7 Monate alt. Ich habe das ganze Trama nicht persönlich miterlebt aber dann später als ich vor meiner Jugendweihe alles erfuhr über meinen Onkel, war ich entsetzt und ich fragte mich, was geschieht hier in unserem Staat?Seitdem hatte ich nur einen Gedanken ,ich muss raus hier.Trotz Mitglied in der FDJ und später als Unteroffizier der ehemaligen NVA hatte ich meinen Plan beinahe vollenden können, aber leider machte mir 1985 ein Mißgeschick alles zu nichte.
Aber darüber rede ich jetzt nicht, denn wer weiss was noch kommt.
Onkel Peter ist auf dem Friedhof in Berlin-Weissensee-Indira-Gandhi-Str, beerdigt,ggü. dem Familiengrab der Familie Remmert.
Mein Onkel Peter wird mir stets immer in ewiger Erinnerung bleiben ,auch wenn ich ihn nicht persönlich gekannt habe. Mögen seine Beweggründe, die zur Flucht führten, sein wie sie sein mögen, er war auch ein Mensch wie jeder andere DDR Bürger auch, er wusste aber auch, was geschieht wenn er entdeckt würde.
In unserer Familie ist Onkel Peter immer in Erinnerung geblieben und das wird auch immer so sein, ich habe es auch meinen Sohn und meiner Frau gesagt, wer Onkel Peter war.
Morgen am 18.10.2009 lege ich im Beisein von einem französischen Fernsehteam in der Zimmer str. ein Blumengebinde nieder.
Ich habe zu DDR Zeiten auch Spießrutenläufe mitmachen müssen.

Mario Remmert

herbert haufe freudenstadt:

26. Juni 2010 22:44

Zum tote von Peter Fechter möchte ich mich mal nach längerem Gewissen endlich
die Wahrheit sagen.An diesem schrecklichen Geschehen war ich mit meiner Familie
von Ost-Berlin in Richtung Chackt-Point Charly,die zwei damaligen Junge Menschen,
mußten wir mit ansehen,wie der Peter Fechter auf der Mauer verblutete,die damaligen Allierten(Amerikanische Soldaten)waren nicht in der Lage einzugreifen.
Obwohl sie von den anderen Allierten aufgefordet wurden zu helfen.
Zu weiteren Fragen stehe ich zur Verfügung.
Herbert Haufe.

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