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RAF-Geiselnahme in Stockholm
24. April 1975
Um die Mittagszeit dringen sechs als Besucher getarnte RAF-Mitglieder in die deutsche Botschaft in Stockholm ein und nehmen zwölf Geiseln. Sie verschanzen sich im oberen Stockwerk und fordern die Freilassung von 26 inhaftierten RAF-Terroristen, darunter Andreas Baader und Ulrike Meinhof.
Um die schwedische Polizei zum Rückzug zu zwingen, ermorden die Terroristen den Militärattaché Andreas von Mirbach. Als sie erfahren, dass die Bundesregierung ihre Forderung ablehnt, erschießen sie am späten Abend eine weitere Geisel, den Wirtschaftsreferenten Heinz Hillegaart. Kurz vor Mitternacht explodiert ein von den Attentätern angebrachter Sprengsatz, Terroristen und Geiseln fliehen aus dem brennenden Gebäude. Zwei der Attentäter sterben an den Folgen der Explosion, die vier anderen werden zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Obwohl die Bundesregierung erstmals einem Erpressungsversuch nicht nachgibt, versucht ein RAF-Kommando im Herbst 1977 durch die Entführung Hanns-Martin Schleyers die inhaftierten Terroristen freizupressen.
Weitere Informationen zur RAF im Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung
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