Bild
Um die Videos ansehen zu können, brauchen Sie das Flash-Plugin ab der Version 9,
das Sie hier kostenlos herunterladen:
Flash-Player Download
Rechtsradikale morden in Solingen
29. Mai 1993
Bei einem Brandanschlag auf das Haus der türkischen Familie Genç in Solingen sterben fünf Frauen und Mädchen: Drei von ihnen verbrennen und zwei kommen beim Sprung aus dem Fenster ums Leben. Weitere Familienmitglieder überleben teils schwer verletzt. Wenige Tage später werden die Täter festgenommen. Es sind vier Jugendliche aus der rechtsradikalen Szene – die jüngsten sind 16 Jahre alt. Mit einem gestohlenen Kanister Benzin haben sie nachts im Hausflur das Feuer gelegt. Ihr Motiv ist Ausländerhass.
Der Anschlag erfolgt nur kurze Zeit nach fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Rostock und Mölln, während in Deutschland heftig über die Neuregelung des Asylrechts gestritten wird. Die Mahnwachen und Proteste, zu denen sich zahlreiche Türken und türkischstämmige Deutsche einfinden, schlagen bald in Gewalt um. In der Solinger Innenstadt verwüsten Demonstranten Geschäfte. Die Tat wird in den nächsten Monaten und Jahren allerdings von vielen zum Anlass genommen, das Zusammenleben von deutschen und ausländischen Mitbürgern zu verbessern.
Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion freigeschaltet.
Wir bitten um Verständnis.
Die Kommentarrichtlinien im Detail.





8 mal bewertet







Kommentare