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Sandmännchen Ost hat die Nase vorn
22. November 1959
Um neun Tage kommt das Sandmännchen des DDR-Fernsehens dem westdeutschen Sender Freies Berlin zuvor - nachdem man beim Deutschen Fernsehfunk im Ost-Berliner Stadtteil Adlershof Hinweise bekommen hatte, dass bald ein West-Sandmännchen auf Sendung gehen würde. Die in kurzer Zeit entworfene Trickfilm-Puppe erhält dann auch erst im darauffolgenden Sommer ihren charakteristischen Spitzbart. Mit allerhand Fahrzeugen kommt das Sandmännchen zu Kindern in allen Regionen und Ländern. Auch die NVA oder ein Pionierlager werden mit einem Besuch beehrt.
Besonders weit reist eine Sandmännchen-Puppe im Jahr 1978, mit der Sigmund Jähn Kindern einen Gruß aus dem Weltall schickt. Zweck der Reisen des Sandmännchens ist stets, jungen Zuschauern den Abendgruß zu bringen. Unter den Stars dieser Geschichten sind besonders der Kobold Pittiplatsch und die Ente Schnatterinchen zu nennen, die auch Jahrzehnte später noch viele Fans haben. Auch manche Stars aus dem Sandmännchen West wie die Schweine Piggeldy und Frederick gibt es seit vielen Jahren, während die Sandmännchenfigur selbst nach der Wende hinter dem Kollegen aus dem Osten zurückstehen musste. Fünfzig Jahre nach seiner Geburt produziert der Rundfunk Berlin-Brandenburg noch immer neue Folgen.
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