Leben-Ost

Schröders große Reform: Die Agenda 2010

14. März 2003

Als Bundeskanzler Gerhard Schröder im März seine Pläne zur Agenda 2010 vorlegt, kommt zunächst Kritik von allen Seiten. Arbeitgebern und Branchenverbänden sind seine Vorschläge “zu wenig”, Gewerkschaften Weiterlesen…

“Goodbye Lenin” tritt Ostalgie-Welle los

13. Februar 2003

Regisseur Wolfgang Becker verfilmt eine spannende Idee: die künstliche Konstruktion eines ostdeutschen Lebens im Nachwende-Deutschland. Die Mutter (Katrin Saß) des Helden (Daniel Brühl), hat sich nach mehreren Rückschlägen mit dem Leben im Osten und seinen Abhängigkeiten arrangiert, verpasst aber schwerkrank und im Koma liegend die Wende. Weiterlesen…

Leitkultur – Deutschland sucht seine Werte

25. Oktober 2000

Mit “Leitkultur” meint “Zeit”-Herausgeber Theo Sommer eine Art alltägliche Anpassung, die das tägliche Zusammenleben erleichtert. Der CDU-Politiker Friedrich Merz nimmt diesen Begriff Weiterlesen…

Rechtsradikal wegen DDR-Kinderkrippe?

17. Februar 1999

Deutschland ist erschüttert über die rechte Gewalt in der Republik. Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit, wie sie tausendfach festgestellt und geahndet werden, passen nicht in das Bild eines demokratischen und solidarischen Landes. Aber wie erklärt man diese neue Gewalt?

Im Frühjahr 1999 kommt ein Wissenschaftler mit einer Theorie, die das Land wackeln lässt. Der niedersächsische Kriminologe Christian Pfeiffer stellt eine Studie seines Instituts zu Gewaltbereitschaft und Ausländerfeindlichkeit in den neuen Bundesländern vor. Eine der Ursachen für die rechtsextreme Gewalt ostdeutscher Jugendlicher liegt seiner Ansicht nach darin, dass diese in den Kinderkrippen der DDR in einem emotional armen Umfeld lebten, in dem sie kollektiv zum Hass auf den Klassenfeind erzogen wurden. Emotional verkümmert seien sie nun leichte Beute für rechtsextreme Bauernfänger. Als Beispiel für diese Abwesenheit von Liebe und Zuneigung und deren Ersatz durch staatliche Regeln nennt Pfeiffer das kollektive Auf-dem-Topf-Sitzen und den Mittagsschlaf in den Kindergärten.

Ausländerfeindlichkeit als Folge der Osterziehung, das ist die These Pfeiffers.  Wenige Jahre später hätten solche Theorien nur noch ein müdes Lächeln bei Wissenschaftlerkollegen und bei den Ostdeutschen hervorgerufen – 1999 sind die Zeitungen voll von Berichten darüber und Pfeiffer ein Buhmann.

Die Entwicklung des Rechtsextremismus in Ost- und Westdeutschland  – mehr bei der Bundeszentrale für politische Bildung

Love Parade durch den Tiergarten

13. Juli 1996

Als “Liebesparade” und als “Veranstaltung junger tanzender Menschen” bezeichnen einige Kommentatoren despektierlich das, was da in den vorangegangenen Sommern mitten in Berlin abging. Weiterlesen…

Diskussion um die Sozialreform

1. Juli 1996

Statistiken, Hochrechnungen und wirtschaftliche Entwicklungen sind eigentlich selten von Belang für einen Rentner. Der Pensionär hofft auf eine Erhöhung über die Jahre und kann sich in Deutschland Weiterlesen…

Die Mauer steht noch immer – in den Köpfen

3. Oktober 1995

Als das Ereignis “Fünf Jahre Wiedervereinigung” naht, sind die Diskussionen um Erfolge und Misserfolge der Einheit bereits in vollem Gange. Vor allem geht es dabei darum, Weiterlesen…

Die Sowjetarmee zieht ab

1. September 1994

Die letzten russischen Soldaten verlassen im Sommer 1994 ihre Quartiere in der früheren DDR und ziehen ab. Weiterlesen…

Kandidat Krüger als “ehrliche Haut”

28. Juli 1994

Für die einen ist es eine Denuntiation der Aufbaupolitik im Westen nach der Wende, für die anderen eine bittere Wahrheit, die ausgesprochen gehört, um schließlich auch die Folgen bekämpfen zu können: Weiterlesen…

Akteneinsicht für alle

1. Januar 1992

Mit dem Jahresbeginn können Ostdeutsche und auch Westdeutsche Einsicht in ihre Stasi-Akte nehmen. Ein Drittel der Bürger der neuen Bundesländer geben an, die Möglichkeit nutzen zu wollen. Weiterlesen…