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Sowjets geben DDR Betriebe zurück

1. Januar 1954

Zum Jahresbeginn 1954 gehen die 33 verbliebenen Sowjetischen Aktiengesellschaften (SAG) an die DDR über. Seit Sommer 1946 waren insgesamt 200 große Betriebe in der sowjetischen Besatzungszone in SAG umgewandelt oder als solche neu gegründet worden. Hauptsächlich hatten sie der Erfüllung sowjetischer Reparationsforderungen gedient. Anfang der 50er Jahre hatten die Erzeugnisse der SAG drei Viertel der Reparationsleistungen ausgemacht. Insgesamt waren 1953 knapp 13 Prozent der DDR-Wirtschaftsleistung an die Sowjetunion gegangen. Drei Jahre zuvor waren es noch über 18 Prozent gewesen.

Trotz dieses Rückgangs hatten die Reparationen die sowjetische Besatzungszone und später die DDR immer noch weit stärker belastet als die Westzonen. Als einziges Unternehmen verbleibt nach 1954 die Wismut AG unter sowjetischer Kontrolle, wobei ab dem neuen Jahr die DDR zu 50 Prozent an dem Uranbergbau-Unternehmen beteiligt ist. Das für die sowjetische Atombewaffnung unentbehrliche radioaktive Metall, für dessen Förderung nicht weniger als 133.000 Arbeitskräfte tätig sind, geht ausschließlich in die UdSSR. Erst ab 1962 darf die DDR Uran auch für die eigenen Atomkraftwerke fördern.

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