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“Spur der Steine” hat Premiere – und wird abgesetzt

30. Juni 1966

Nach der Voraufführung auf den 8. Arbeiterfestspielen der DDR in Potsdam verspricht “Spur der Steine” ein großer Erfolg zu werden – obwohl der Film nicht beworben wird. Während der Premiere im Ost-Berliner Kino “International” kommt es dann zu inszenierten Protesten gegen die kritischen Szenen. Auch während der nächsten Vorstellungen gibt es drei Tage lang immer wieder vermutlich bestellte Zwischenrufe aus dem Publikum: Die moralischen Saubermänner der Einheitspartei haben sich durchgesetzt und verhindern weitere Aufführungen des Films.

Schon auf dem 11. Plenum des Zentralkomitees der SED war den Künstlern, insbesondere von Erich Honecker, die unsittliche und destruktive Darstellung der Wirklichkeit vorgeworfen worden. Nun wird “Spur der Steine” nach nur wenigen Tagen in die Archive verbannt. Der Regisseur Frank Beyer muss die DEFA verlassen und sich am Dresdner Theater bewähren.

DDR-Alltag im Film: mehr Informationen zu verbotenen und zensierten Filme der DEFA bei der Bundeszentrale für politische Bildung

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Kommentare

Anne G.:

16. Mai 2009 17:08

Ich habe damals in den Neunzigern das erste Mal “Spur der Steine” im “Delphi” in Berlin gesehen. Jeder der dreimal täglich stattfindenden Vorstellungen waren restlos auverkauft und das über Wochen. das Buch habe ich vier- oder fünfmal gelesen. Natürlich überwiegt der “Baustellenhumor” (ich, selbst Zimmerin, fand die Darstellung und das Selbstbewußtsein der Rollen sehr authentisch) Über die bissigen Bemerkungen des Hannes Balla wurde herzlich gelacht – als wenn er`s geahnt hätte, daß es nie zum 40. Jahrestag der DDR kommen wird. Mir als Westberlinerin sprach der Film aus der Seele, ein Verbot war/ist der Beweis dafür, daß es sich bei der Beschreibung der “Deutschen Demokratischen Republik” um einen “Unrechtsstaat” handelte, da er nicht legitimiert durch das Volk, seine diktatorische Politik ausüben und Filme dieser Art verbieten konnte. Welcher Verlust all die Jahre um diesen Film!

Schneider:

21. Mai 2009 12:04

Großartig. Ein herzlicher Dank für diese außergewöhnliche Arbeit und ein großes Kompliment.

Bernd Seestaedt:

4. Juni 2009 09:40

Liebe Anne,
ich hab den Film jetzt auch verschlungen. Wie stellst du dir als Westberliner Zimmerin, den weiteren Weg des Balla heute auf einer grossdeutschen Baustelle vor?

LG
Bernd Seestaedt

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