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Studenten-Proteste gegen Vietnam-Krieg
17. Februar 1968
Der Sozialistische Deutsche Studenenbund (SDS) hat zu einem zweitägigen internationalen Vietnamkongress an die Technische Universität Berlin geladen. Prominente Intellektuelle wie Ernst Bloch, Hans-Magnus Enzensberger, Pier Paolo Pasolini und Jean-Paul Sartre schicken Grußkarten. In der Abschlusserklärung geißeln die Kongressteilnehmer den US-Imperialismus, aber ihr Blick richtet sich auch gegen die “Handlanger” Amerikas in Europa und Deutschland. Auf dem Campus werden Berlin-Postkarten mit der Aufschrift “Saigon” verkauft.
Bei der anschließenden Demonstration ziehen rund 10.000 Studenten mit “Ho-Ho-Ho-Tschi-Minh”-Rufen und Bannern des nordvietnamesischen Führers sowie den Bildnissen Maos und Che Guevaras durch die Innenstadt. Der Protest der radikalen Studenten, die auch den Sieg der sozialistischen Weltrevolution fordern, trifft auf breiten Widerstand. Drei Tage später findet unter dem Motto “Berlin darf nicht Saigon werden” eine Gegenkundgebung statt, veranstaltet vom Berliner Senat. 80.000 Menschen nehmen daran teil.
Hintergründe zum Vietnamkrieg bei der Bundeszentrale für politische Bildung
1968 in Nordrhein-Westfalen: Ein Dossier des WDR
1968 in Frankfurt – Stadtrundgang nach 40 Jahren: Ein Dossier von hr-online.de
Und was war 1968 in der DDR? – Mehr Informationen bei der Bundeszentrale für politische Bildung
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