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Sturmflut-Katastrophe in Hamburg

16. Februar 1962

Ein schwerer Orkan tobt über der Nordsee und drückt immer größere Wassermassen in die Elbmündung. Am Abend des 16. Februar kommt es gegen neun Uhr im Alten Land und in Hamburg zu den ersten von insgesamt 63 Deichbrüchen. Besonders betroffen ist der von Elbarmen umgebene Stadtteil Wilhelmsburg. Wirksame Warnungen vor der Katastrophe gibt es nicht. So sind sich die Wilhelmsburger der Gefahr nicht bewusst und werden in ihren Häusern von den Fluten überrascht.

In den Laubenkolonien stehen noch immer viele nach dem Krieg errichtete Behelfsheime mit nur einem Stockwerk. Ihre Bewohner sind dem Wasser schutzlos ausgeliefert. Trotz Frühwarnsystem und Notfallplan wurden im Stadtteil Wilhelmsburg 60.000 Menschen in ihren Häusern eingeschlossen. Niemand hatte für möglich gehalten, dass das Wasser auf 5,70 Meter über Normalnull steigen könnte – die höchste gemessene Sturmflut erreichte im Jahr 1825 bei deutlich niedrigeren Deichen lediglich 5,27 Meter. So kommt es, dass etwa ein Sechstel des Hamburger Stadtgebiets überschwemmt wird. Die Lage ist unübersichtlich und wirksame Hilfe erst ab den Morgenstunden möglich.

Hamburgs Innensenator Helmut Schmidt, der über gute Verbindungen zum Militär verfügt, bewirkt auf schnellstem Wege den Einsatz der Bundeswehr und der Royal Air Force. Die Soldaten unterstützen die etwa 25.000 zivilen Helfer unter anderem mit 100 Hubschraubern. Die Bilanz der Jahrhundertflut: 318 Menschen sterben, 6000 Gebäude werden zerstört, drei Tage lang ist die Stadt ohne Strom, Gas und Telefon. Der Schaden wird auf 750 Millionen DM geschätzt. Nach den Erfahrungen der Katastrophe werden die Deiche an der Nordsee verstärkt. Als der Pegel der Elbe am 3. Januar 1976 noch um einen ganzen Meter höher ansteigt, halten die Deiche.

Chronik “Umwelt, Klima und Mensch” bei der Bundeszentrale für politische Bildung.

Weitere Informationen zur Sturmflut in Hamburg bei ndr.de

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Kommentare

Horatio:

25. März 2009 11:27

Ich habe die Chronik der Katastrophe vom Februar 1962, herausgegeben von der Schulbehörde Hamburg. Unter den Toten ist der Name Wachsmuth nicht verzeichnet. Kann möglich sein, dass die Mutter der Lore Wachsmuth einen anderen Familiennamen hatte.

Horatio:

25. März 2009 11:43

Noch eine kurze Berichtigung:
Laut Chronik starben in dieser Sturmflutnacht an der Deutschen Nordseeküste 340 Menschen. 315 stammten aus Hamburg. Unter den 315 Hamburger Toten waren auch 5 Helfer.
Nachzulesen in Wikipedia und in der Chronik, damals herausgegeben von der Schulbehörde Hamburg.

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