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Terrorangriff auf israelische Olympia-Teilnehmer

5. September 1972

In den frühen Morgenstunden überwinden acht arabische Terroristen den zwei Meter hohen Zaun des Olympischen Dorfes in München. Sie töten zwei Mitglieder der israelischen Mannschaft und nehmen neun weitere als Geiseln. Die Forderung der Terrorgruppe, die sich „Schwarzer September“ nennt: 200 in Israel inhaftierte Araber, sowie die deutschen Terroristen Andreas Baader und Ulrike Meinhof sollen freigelassen werden. Doch Israel geht darauf nicht ein. Um in ein arabisches Land ausgeflogen zu werden, lassen sich die Attentäter mit ihren Geiseln in zwei Hubschraubern auf den Militärflughafen Fürstenfeldbruck bringen.

Die Polizei plant hier eine Befreiungsaktion – doch sie ist überfordert. Sie hat sich auf „heitere Spiele“ vorbereitet, wie sie das Olympia-Organisationskomitee versprochen hat. Nun können nur fünf Scharfschützen aufgeboten werden. Bei einem wilden Feuergefecht sterben ein Polizist, fünf Geiselnehmer und alle israelischen Sportler. Am nächsten Tag gehen die Olympischen Spiele weiter. Als Reaktion auf den verpfuschten Polizeieinsatz wird die Antiterrorismus-Einheit der Bundespolizei, die GSG 9, gebildet.

Weitere Informationen zur Verbindungen von palästinensischen Terrorgruppen und RAF bei der Bundeszentrale für politische Bildung.

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Kommentare

Tim:

3. April 2009 00:25

Ich finde es schade, dass dieses Ereignis wohl immer im Schatten des Deutschen Herbstes stehen wird, obwohl hier mit 17 Menschen deutlich mehr ihr Leben gelassen haben. Keine Frage, jeder Tote ist einer zuviel. Aber bloß weil die Geiselnahme nur 21 Stunden und nicht mehrere Wochen dauerte und entsprechend anders medial berichtet wurde sowie viele Menschen noch persönliche Erinnerungen an 1977 haben, darf es nicht im Schatten stehen. Auch nicht, weil es „bloß“ Israelis und „nur“ ein Deutscher waren. Dieses Land hat 1966, gerade mal 21 Jahre nach den furchtbaren Greueltaten des Dritten Reiches und 30 Jahre nach den Propagandaspielen 1936 in Berlin eine neue Chance (und Vertrauen) erhalten und wollte sich entsprechend präsentieren. Und sechs Jahre später war es dann soweit. Farbenfrohe Spiele, das Design gestaltet von Otl Aicher (der war bezeichnenderweise der Mann der Schwester der Geschwister Scholl!), tolle Wettkämpfe, noch heute atemberaubende Architektur, die so ganz konträr zu Berlin 1936 stand, eine unglaublich gelöste und freundliche Stimmung. Also ganz anders, als das, was man bisher mit Deutschland verband. München wurde zur Weltstadt und bekam ein Herz. Und vor allem waren die Deutschen phantastische Gastgeber (sie haben z. B. auch Ulrike Meyfarths Konkurrentinnen angefeuert). Ich meine, die Münchner Spiele waren in den ersten 10 Tagen die besten olympischen Spiele überhaupt (ja, trotz Sydney 2000!), und wir hätten die WM 2006 gar nicht mehr gebraucht, damit das Ausland und wir uns selbst uns neu kennenlernen.
Und dann wurde dieser Traum einfach ermordet. Dieses Ereignis hatte eine ungeheure symbolische Wirkung und war neben der Ölkrise und dem Bericht des Club Of Rome 1973 der Wendepunkt. Von einer optimistischen in eine bedrückende pessimistische Zeit. Und angesichts der erstmaligen weltweiten Liveübertragung des Attentats sozusagen der 11. September der 70er Jahre.
Ich empfinde tiefe Trauer angesichts der 11 toten Israelis und des toten deutschen Polizisten, angesichts des ermordeten Traumes der Deutschen, der Welt glaubhaft zu zeigen, dass sich weniger als 30 Jahre nach dem Krieg vieles zum Guten verändert hat. Aber auch angesichts der toten Terroristen, am denen mich bedrückt, dass sie kein anderes Mittel in Betracht gezogen haben als dieses. Und dass man damals zum einen mangels Spezialeinheit (die GSG9 wurde erst als Konsequenz aus dem Desaster von Fürstenfeldbruck gegründet), zum anderen wegen haarsträubender polizeilicher und administrativer Fehler einfach nicht in der Lage war, dieses Blutbad zu verhindern und wenigstens eine Geisel zu retten. Um den Bogen zurück zum Deutschen Herbst zu spannen, ist der einzige Trost wohl, dass die GSG9 dann so erfolgreich in Mogadischu war. München hat es ermöglicht, allerdings zu einem furchtbar hohen Preis. Bleibt zu hoffen, dass einmal Frieden im Nahen Osten herrschen wird und beide Seiten der Gewalt abschwören.

Alex:

25. April 2009 20:27

Mir ist es unverständlich, warum in dem Hauptfilm zum Jahr 1972 der Terrorattentat auf die israelischen Olympiasportler nicht ausführlicher behandelt wird. Der äußerst kurz gehaltene Hinweis auf die Tragödie wird der Bedeutung dieses Ereignisses nicht gerecht.

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