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Der Brand des Flughafens Düsseldorf
11. April 1996
Grobe Fahrlässigkeit, schwerwiegende Sicherheitsmängel und Pannen bei der Evakuierung werden schon wenige Stunden nach dem Brand des Rhein-Ruhr-Flughafens Düsseldorf diagnostiziert. Bei der Katastrophe kommen 17 Menschen ums Leben, 80 werden zum Teil schwer verletzt, der Schaden beträgt mehrere hundert Millionen DM.
Schweißarbeiten an einer so genannten Dehnungsfuge führen am Nachmittag dieses Frühlingstages zu einem Schwelbrand, der sich mehr als eine Stunde lang unbemerkt ausbreiten kann, bis er von einem Taxifahrer entdeckt wird. Dann geht alles ganz schnell. Zwischen dieser ersten Feststellung von Rauch und dem völligen Niederbrennen von zwei Terminals vergehen lediglich zwei Stunden.
Die genaue Analyse von Brandentstehung und Brandbekämpfung gibt ein erschütterndes Bild: Bei den Arbeiten mit dem Schweißgerät hatte es keine Brandsicherheitswache gegeben, wie bei solchen Arbeiten im öffentlichen Raum üblich. Die Klimaanlage und die Fahrstühle wurden erst sehr spät stillgelegt und nach dem ersten Alarm dauerte es ganze 20 Minuten, bis der erste Löschzug erschien.
Nach einer Auswertung der Rettungsarbeiten kommen die Ermittler außerdem zu dem Schluss, dass durch falsche Lautsprecher-Durchsagen die Passagiere zur Evakuierung aufgerufen, dabei aber ins Zentrum des Brandes geleitet wurden.
Erst fünf Jahre später, im Frühjahr 2001, wird das neu errichtete Terminal B wieder seinen Betrieb aufnehmen.
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